Brand in Mehrparteienhaus durch Rakete verursacht
TRAUN. Nach intensiven Ermittlungen der Polizeiinspektion Traun konnte ein 22-jähriger ungarischer Staatsbürger aus Linz als Tatverdächtiger des Großbrands am 1. Jänner 2026 ermittelt werden.
Bei seiner Einvernahme am 8. Jänner gestand er, im Bereich des Brandortes mehrere Raketen abgefeuert zu haben. Eine der Raketen sei in Richtung eines Balkons im dritten Stock geflogen, dort explodiert und habe durch Funkenflug den Balkon in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich daraufhin über den Dachstuhl auf das gesamte Dach aus. Gegen den Mann wird nun wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst ermittelt.
Der Brand war gegen 0.20 Uhr ausgebrochen. Die betroffenen Mehrparteienhäuser mussten evakuiert werden, für die Bewohner wurde beim Bundessportzentrum eine Sanitätsstelle eingerichtet. Vier Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Um alle Glutnester zu löschen, musste das Dach des Mehrparteienhauses von einer Spezialfirma entfernt werden.
Im Einsatz standen elf Feuerwehren, neun Polizeibeamte sowie rund 60 Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Zur Bestimmung der Brandursache wurde ein Brandsachverständiger hinzugezogen.
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