Schreckschusswaffe im Einsatz: Anzeige nach Schuss auf Parkplatz Traun
TRAUN. Wegen des Abschusses einer Schreckschusswaffe auf einem Pendlerparkplatz alarmierte die Polizei mehrere Streifen, die das Fahrzeug schließlich auf der Westautobahn stoppen konnten.

Im Bezirk Linz-Land kam es in der Nacht auf Sonntag zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem Schüsse gefallen waren. Auslöser war ein Vorfall auf einem Pendlerparkplatz im Gemeindegebiet von Traun, wo gegen zwei Uhr früh eine Person aus einem PKW heraus mit einer Waffe geschossen hatte.
Mehrere Streifenbesatzungen wurden alarmiert und konnten das verdächtige Fahrzeug wenig später auf der Westautobahn in Richtung Wien zur Kontrolle anhalten.
Im Auto saßen ein 19-jähriger Lenker mit irakischer Staatsbürgerschaft und ein 21-jähriger Beifahrer syrischer Herkunft, beide mit Wohnsitz in St. Pölten.
Zunächst zeigten sich die beiden Männer unwissend und machten keine Angaben. Erst eine Durchsuchung des PKW förderte eine Schreckschusswaffe sowie die dazugehörige Munition zutage. Auch als die Beamten die beiden mit dem Fund konfrontierten, schwiegen sie vorerst.
Schließlich gestand der 19-jährige Fahrer, dass er es gewesen war, der vom Beifahrersitz aus auf dem Parkplatz geschossen hatte. Er gab an, die Waffe gekauft zu haben, um damit anzugeben, also zum sogenannten „Flexen“. Sein initiales Leugnen begründete er mit der Sorge, sein laufender Antrag auf die österreichische Staatsbürgerschaft könnte dadurch gefährdet werden.
Gegen den jungen Mann wurde Anzeige erstattet. Die Schreckschusswaffe sicherte die Polizei und verhängte ein vorläufiges Waffenverbot. Zusätzlich muss der 19-Jährige für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden