Bruckners Klangwelt in St. Marien: Ein musikalischer Höhepunkt des Jubiläumsjahres
ST. MARIEN. Am Sonntag, 22. September, verwandelte sich die Kirche St. Michael in eine Bühne für ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis. Im Rahmen der Internationalen Kammermusiktage wurde ein Sonderkonzert zu Ehren des 200. Geburtstags von Anton Bruckner veranstaltet, ein Höhepunkt des Brucknerjahres 2024 in Oberösterreich.

Das hochkarätige „Altomonte Ensemble“ aus St. Florian, unter der Leitung von Geiger Rémy Ballot, interpretierte Bruckners Werke mit beeindruckender Virtuosität. Die Aufführung begann mit dem Streichquartett in c-Moll, WAB 111, einer Komposition aus Bruckners Studienjahren, die erst 1951 uraufgeführt wurde. Nach der Pause folgte das berühmte Streichquintett in F-Dur, WAB 112, bei dem Peter Aigner, künstlerischer Leiter der Kammermusiktage St. Marien, als Bratschist selbst mitwirkte. Dieses Werk des Ansfeldner Meisters, das zu seinen bedeutendsten Kammermusikwerken zählt, brachte das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche ins Staunen.
„Wenn Anton Bruckners grandioses Streichquintett in St. Marien erklingt, hören wir in dieser Musik die Verbundenheit des Komponisten mit seiner Heimat. So erleben wir seine Musik nicht nur vor unserer, sondern auch vor seiner Haustür“, erklärte Peter Aigner, der als Obmann des Brucknerbundes Ansfelden und Mitglied des „Bruckner200“-Teams maßgeblich an der Organisation des Brucknerjahres beteiligt ist.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander würdigte die besondere Bedeutung dieses Konzerts: „Das Sonderkonzert ist ein herausragender Höhepunkt des Brucknerjahres in Oberösterreich. Dank des Engagements von Peter Aigner und der Gemeinde St. Marien konnten wir Bruckners Musik in einer solch inspirierenden Umgebung erleben.“ Auch Bürgermeister Walter Lazelsberger zeigte sich begeistert: „Die Internationalen Kammermusiktage machen Hochkultur für unsere Region zugänglich. Anton Bruckner hätte sich über dieses Konzert in der Nachbarschaft seines Geburtsortes bestimmt gefreut.“
Das Konzert in St. Marien war nicht nur eine Hommage an den großen oberösterreichischen Komponisten, sondern auch ein Beweis dafür, wie tief verwurzelt Bruckners Musik in seiner Heimat bleibt. Dank Veranstaltungen wie dieser wird das musikalische Erbe Bruckners lebendig gehalten und für zukünftige Generationen greifbar gemacht.


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