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LEONDING/RUFLING. Die Kinder- und Jugendtheatergruppe Act Together zeigt mit „Romeo und Julia – Liebe kann man nicht kontrollieren“ eine moderne Neuinterpretation von Shakespeares Klassiker. Die Produktion ist von Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, im Dorfstadl Rufling zu sehen.

  1 / 4   Die Jugendtheatergruppe Act Together probt für ihre moderne Inszenierung von "Romeo und Julia" im Dorfstadl Rufling. (Foto: Julia Herbrik)

Was passiert, wenn junge Menschen einen der bekanntesten Theaterstoffe der Welt neu erzählen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Produktion von Act Together. Hinter dem Projekt steht die Theaterpädagogin und Regisseurin Julia Herbrik, die die Gruppe vor mehreren Jahren gegründet hat.

Ziel von Act Together ist es, Kindern und Jugendlichen nicht nur Theatertechniken zu vermitteln, sondern ihnen auch Raum für Kreativität, Mitbestimmung und persönliche Entwicklung zu geben.

Eigene Fassung

Die aktuelle Aufführung entstand nicht als klassische Shakespeare-Inszenierung. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde eine eigene Fassung entwickelt, die Themen wie Identität, gesellschaftliche Erwartungen, Vorurteile und den Umgang mit Konflikten in den Mittelpunkt stellt.

Im Zentrum steht die Figur Ro, eine moderne Interpretation von Romeo. Die Geschichte erzählt von jungen Menschen, die versuchen, ihren eigenen Weg zu finden – in einer Welt, die von alten Streitigkeiten und festen Vorstellungen geprägt ist.

Klassische Motive und aktuelle Fragestellungen

Viele Szenen wurden gemeinsam mit den Darstellern erarbeitet. Improvisationen, Gespräche und Ideen der Jugendlichen flossen direkt in die Inszenierung ein. Dadurch entstand eine Fassung, die klassische Motive mit aktuellen Fragestellungen verbindet.

„Uns war wichtig zu zeigen, dass Liebe, Freundschaft und Identität keine Themen sind, die Erwachsene für Jugendliche erklären müssen. Junge Menschen haben dazu selbst viel zu sagen“, erklärt die Regie.

Eigene Ideen eingebracht

Auch die Jugendlichen selbst haben die Entwicklung der Inszenierung aktiv mitgestaltet. „Ich finde es schön, dass wir nicht einfach nur ein Stück spielen, sondern auch unsere eigenen Ideen einbringen konnten“, sagt ein Mitglied der Gruppe.

„Die Geschichte zeigt, dass viele Konflikte entstehen, weil Menschen nicht miteinander reden. Das ist heute genauso aktuell wie damals“, heißt es aus dem Ensemble. Ein weiterer Darsteller ergänzt: „Für mich geht es im Stück darum, dass jeder Mensch so akzeptiert werden sollte, wie er ist.“

Neben der inhaltlichen Arbeit übernehmen die Jugendlichen auch Verantwortung hinter den Kulissen – von der Rollenentwicklung über die Probenarbeit bis hin zur Mitgestaltung einzelner Szenen.

Mit „Romeo & Julia – Liebe kann man nicht kontrollieren“ möchte Act Together nichtnur Theater zeigen, sondern zum Nachdenken, Diskutieren und miteinander insGespräch kommen anregen.

Weitere Informationen und Tickets

https://act-together.at


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