Spätfrost bis Mitte Mai möglich: Bauern zittern weiter um Obstblüte
BEZIRK LINZ-LAND. Neben den Herausforderungen der Corona-Krise haben heimische Obstbauern mit Spätfrost zu kämpfen. Die Marillenblüte ist am stärksten betroffen.

„Zwei Wochen hindurch gegen Nachtfröste anzukämpfen bedeutet höchste Belastung für die Bauern. Der Erfolg der Maßnahmen ist leider unsicher“, erklärt Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger die prekäre Lage.
Die Spätfrostgefahr werde vor allem durch den Klimawandel verschärft. Warme Winter verursachen eine Verfrühung der Vegetation. Heuer war gegenüber der langjährigen Vegetation eine um 14 Tage frühere Obstblüte festzustellen. Die Marille wurde von den Märzfrösten in der Vollblüte getroffen und am stärksten geschädigt. Viele Marillenbauern haben eine Frostschutzversicherung abgeschlossen, andere investierten in Heizgeräte und Frostschutzkerzen, um zumindest einen Teil der Blüten retten zu können. Es bleibt zu hoffen, dass nach den abermals strengen Frösten Anfang April ein Teil der Blüten überlebt und es dieses Obst dann auch aus oberösterreichischer Produktion geben wird.
Unsicherheit bleibt weiter
„Die Spätfrostsaison ist leider noch nicht zu Ende, denn erfahrungsgemäß sind Fröste – trotzKlimawandels – bis Mitte Mai möglich. Betroffen ist nicht nur Oberösterreich – der polare Kaltlufteinbruch hat faktisch alle Obstbaulagen Österreichs getroffen“, schließt Präsidentin Michaela-Langer Weninger.


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