Erste Konzerte im Bezirk bereits in Planung
BEZIRK LINZ-LAND. Erfreuliche Nachrichten gab es vergangenen Freitag für viele Kulturliebhaber: Die Regierung präsentierte den weiteren Plan für Veranstaltungen, die schon ab Ende Mai wieder mit bis zu 250 Personen möglich sein sollen. Auch im Bezirk sei eine Konzertreihe geplant, wie uns der Obmann des Brucknerbundes Ansfelden, Peter Aigner, verrät.

Wie Gesundheitsminister Rudi Anschober und Vizekanzler Werner Kogler am vergangenen Freitag bekannt gaben, sind ab 29. Mai Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern wieder möglich. Ab 1. Juli sind dann bis zu 250 Besucher erlaubt. Am 1. Juli sollen auch die Kinos wieder öffnen können. Mit 1. August soll dann „ein ganz großer Schritt“ erfolgen, so Anschober: Erlaubt sind Veranstaltung bis 500 Besucher, bei Vorliegen eines speziellen Sicherheitskonzeptes sind auch Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern erlaubt.
Österreich als Vorreiter
Er kenne kein anderes Land in Europa, das den Kulturbereich in dieser Dimension öffne, so Anschober. „Ein grober Rahmen“ ist erarbeitet worden, in Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt, so Kogler. Dabei werde man auf mehr Eigenverantwortung und mehr Freiwilligkeit setzen. Der konkrete Plan der schrittweisen Lockerungen werde nun mit Kulturschaffenden und Kulturpolitikern diskutiert. Am 25. Mai soll die Verordnung folgen, die dann ab 29. Mai gültig ist. In der Verordnung wird es auch Regelungen geben, wie Proben wieder stattfinden können.
Sicherheitsmaßnahmen
Zu den Maßnahmen gehöre, dass die Besucher Sitzplätze haben, bei diesen solle es mindestens einen Meter Abstand zum Nachbarn geben. „Jede Veranstaltung wird eine Art Corona-Beauftragten haben“, so Anschober. Ein großes Thema sei dabei die Steuerung der Besucherströme.
Hunger nach Kultur
Von Seiten der Kulturschaffenden zeigt man sich durchaus erfreut über die Lockerungen, wobei eine frühere Kommunikation eine Planungsunsicherheit verhindert hätte: „Im April hieß es, dass es bis Ende August keine Veranstaltungen geben könne, was eine besondere wirtschaftliche Unsicherheit für freischaffende Musiker bedeutete. Man hat immer gehofft, dass es diesbezüglich Lockerungen geben wird, aber die konkreten Lösungen kamen erst sehr spät“, erklärt Peter Aigner, Intendant der Kammermusiktage St. Marien und Obmann des Brucknerbundes Ansfelden.
Kultur vor der Haustür
„In den Sommermonaten werden wir eine Veranstaltungsreihe mit einheimischen Künstlern arrangieren. Es wird mehrere Konzerte in St. Marien und Ansfelden geben. Die Einnahmen basieren auf freiwilligen Spenden, die auf die Künstler aufgeteilt werden“, so Aigner weiter. Bei der Veranstaltungsreihe sei außerdem eine Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen geplant. Solidarität untereinander werde nun ganz großgeschrieben.
Keine Großveranstaltungen
Während kleinere Veranstaltungen unter Sicherheitsauflagen im Sommer wieder möglich sein werden, seien Großveranstaltungen, bei denen man eng steht – etwa Open-Air-Konzerte wie auf Burg Clam – laut Minister Anschober noch länger nicht möglich. Selbiges gelte für die Nachtgastronomie, wo ebenfalls viele auf engem Raum sind. Bei Stadtfesten, die bislang nicht möglich waren, könne es aber adaptierte Versionen geben – unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen.


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