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KEMATEN. Das letzte Jahrbrachte viele freudige Ereignisse und neue Projekte mit sich. Im Gespräch mit Tips blickt Bürgermeister Markus Stadlbauer zurück und gibt Ausblicke auf künftige Vorhaben in Kematen.

Markus Stadlbauer (vo.) plant weitere Photovoltaik-Projekte. Foto: Daniela Kirchberger
  1 / 2   Markus Stadlbauer (vo.) plant weitere Photovoltaik-Projekte. Foto: Daniela Kirchberger

Ein großes Thema, um das wohl keine oberösterreichische Gemeinde in den vergangenen Wochen herum gekommen ist, waren die heftigen Unwetter. Auch in Kematen sind deshalb bauliche Vorkehrungen dafür getroffen worden: „Wir haben im Ortskern von einem Kanal Mischsystem auf ein Trennsystem umgestellt, das heißt, wir haben sehr viele Stauraumkanäle und Oberflächenkanäle gebaut“, so Bürgermeister Markus Stadlbauer. Und diese haben sich bereits bestens bewährt, wie er weiter berichtet: „Weil wir das Wasser ordentlich weggebracht haben, gab es keine Überschwemmungen mehr. Da haben wir während der Regenereignisse im Juli und August wirklich eine erfolgreiche Feuertaufe gehabt.“

Ausgezeichnetes Projekt

Seit 2013 ist der Kematner nun Bürgermeister, wobei ihn besonders die letzten eineinhalb Jahre vor unerwartete Herausforderungen stellten. Doch während der Pandemie gab es auch einige freudige Ereignisse. Als besonders positives Erlebnis im letzten Jahr blieb dem Bürgermeister der erste verliehene Verkehrssicherheitspreis Oberösterreichs in Erinnerung. „Weil wir da für die hartnäckige Arbeit der letzten Jahre belohnt wurden. Wir sind von einer unabhängigen Jury bewertet und vom Verkehrssicherheits-Landesrat, der ja nicht unbedingt ÖVP nahe ist, ausgezeichnet worden. Das beweist uns, dass das, was wir machen, gut und auch sinnvoll ist.“ Das ausgezeichnete Projekt trägt den Namen „Walk this way“. Dabei wurden Verbindungswege geschaffen, Stiegen durch Rampen ersetzt und Lückenschlüsse vollzogen – und das alles gemeinsam mit der Bevölkerung. Bedauerlich fand Markus Stadlbauer, dass es lange nicht möglich war, Verstorbene würdig zu verabschieden: „Das fand nur im kleinen Familienkreis statt, was natürlich auch schön ist, aber man konnte als Gemeinde nicht Danke dafür sagen, was die Leute geleistet haben – für die Gemeinde und für die Allgemeinheit.“

Freude über Hausbesuche

Vor allem der persönliche Kontakt mit den Bürgern und auch im Gemeinderat fehlte dem Bürgermeister: „Es war schon immer was los, zum Beispiel hinsichtlich der Nachbarschaftshilfe, wo sich auch die Vereine eingebracht haben. Wir haben auch im Gemeinderat sehr viel weitergebracht und Ausschusssitzungen online abgehalten. Aber das persönliche aufeinander Zugehen und gemeinsam vor Ort Lösungen zu erarbeiten ist mir einfach abgegangen. Dass man im Rahmender Hausbesuche wieder zu den Leuten kommt, mit ihnen reden und behilflich sein kann, das taugt mir.“

Künftige Projekte

Bei den Zukunftsplänen für Kematen steht für Markus Stadlbauer vor allem die Ortskernbelebung an vorderster Stelle: „Die Schaffung und Neugestaltung des Ortszentrums ist einer der wesentlichen Punkte, die in nächster Zeit kommen werden. Es ist ja so, dass sich im Kern alles abspielt, nicht irgendwo entlang einer Straße. Das ist sicher ein Vorzeigeprojekt.“ Konkrete Pläne dafür sind die Vollendung des Marktherzes und die Ansiedlung von Billa und Unimarkt. Die Fertigstellung des Heizwerks soll ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie sein, inklusive Photovoltaikanlagen und E-Ladestation. „Auch weitere Gemeindekooperationen wird es künftig geben. Wir überlegen zum Beispiel gerade über einen gemeinsamen Bauhof“, so der Bürgermeister.


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