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PIBERBACH. Trotz der Pandemie tat sich im letzten Jahr in Piberbach so einiges. Bürgermeister Markus Mitterbaur blickt im Interview mit Tips auf vergangene Ereignisse zurück.

Markus Mitterbaur ist seit 2019 Bürgermeister in Piberbach. Foto: Markus Mitterbaur
Markus Mitterbaur ist seit 2019 Bürgermeister in Piberbach. Foto: Markus Mitterbaur

Tips: Wie haben Sie die letzten eineinhalb Jahre in der Gemeinde beziehungsweise persönlich erlebt?

Mitterbaur: Ich habe voller Motivation und Tatendrang 2019 das Bürgermeisteramt übernommen und musste meine Pläne und Vorhaben durch die im März 2020 beginnende Pandemie gleich mal zur Seite legen. Die Versorgung der älteren und kranken Mitmenschen während des ersten Lockdowns mit Medikamenten, Lebensmitteln und sonstigen Waren des täglichen Bedarfes war eine große Herausforderung, die durch viele freiwillige Helfer sehr gut bewältigt werden konnte.

Tips: War Piberbach von den zuletzt schweren Unwettern betroffen? Welche Vorkehrungen sind dafür getroffen worden beziehungsweise werden künftig dafür getroffen?

Mitterbaur: Die extremen Niederschläge haben Keller überflutet und Straßen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Einige Bäche sind über die Ufer getreten. Wir haben umgehend überlastete Kanäle von Fachfirmen und den Feuerwehren spülen und reinigen lassen. Als künftige Vorkehrungen müssen wir uns mit den Sachverständigen des Landes Oberösterreich genau ansehen, wo es Möglichkeiten von Rückhaltemaßnahmen gibt, damit diese Mengen an Oberflächenwasser nicht mehr ungehindert abfließen können.

Tips: Was sind die nächsten Projekte/Bauvorhaben, die in Piberbach umgesetzt werden sollen?

Mitterbaur: Das nächste größere Bauvorhaben wird der Neubau einer Volksschule sein, die im September 2023 eröffnet wird. Besonders positiv dabei finde ich die Auswahl des Standortes. Dazu braucht es auch sichere Schulwege für die Kinder, die bis zur Eröffnung fertig sein werden. Ebenso werden in Piberbach Eigentums- und Mietwohnungen gebaut, was mich für die junge Generation freut, die dadurch ihren Hausstand in der gewohnten Umgebung gründen kann.

Tips: Welche Initiativen gibt es zurzeit in Piberbach? Gibt es besonders engagierte Gruppen?

Mitterbaur: Sehr initiativ ist der gesamte Gemeinderat quer durch alle Fraktionen. Wir sind bestrebt, laufend im Rahmen unserer Möglichkeiten in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. So haben wir Photovoltaikanlagen am Kindergarten und am Gemeindeamt installiert. Die nächste Anlage ist am gemeindeeigenen Dorfladen geplant. Große Teile der alten Straßenbeleuchtung werden durch neue energieeffiziente Leuchten ersetzt und in Piberbach gibt es eine Reihe von Umweltförderungen für Privathaushalte.

Tips: In welchem Ausmaß ist das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde nach den Lockdowns wieder gestärkt worden? Gab es Einbußen?

Mitterbaur: Das gesellschaftliche Leben nach den Lockdowns wurde sichtlich dadurch gestärkt, als dass die Freude über mögliche Zusammenkünfte deutlich spürbar war. Das Fehlen sozialer Kontakte war schon für viele Mitmenschen eine große Herausforderung und Belastung. Einbußen gab es vor allem im Vereinsleben, da die lang andauernden Einschränkungen das gewohnte Miteinander negativ beeinflusst haben.

Tips: Welches Ereignis hat es während der Pandemie im Kontakt mit den Bürgern gegeben, bei dem Sie gedacht haben: Genau deswegen habe ich mich entschieden, Bürgermeister zu werden?

Mitterbaur: Da gab es mehrere Erlebnisse während der Pandemie. Besonders berührend war die Dankbarkeit vieler Gemeindebürger für die Hilfe in dieser Zeit. Zusammen mit Vereinen, der Pfarre und ehrenamtlichen Helfern hat die Gemeinde auf die Bedürfnisse der Bevölkerung gezielt reagieren und helfen können. Das hat mich als Bürgermeister sehr beeindruckt.


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