Engagement für die Gemeinschaft: in den Pfarren steht die Wahl bevor
BEZIRK/TRAUN. Kommenden Sonntag, 20. März, wird in vielen katholischen Pfarren der neue Pfarrgemeinderat gewählt. Die Wahl findet alle fünf Jahre statt, zuletzt also im Jahr 2017. Zwei Kandidaten erzählen, aus welchen Gründen sie für den Pfarrgemeinderat kandidieren.

Der Pfarrgemeinderat (PGR) ist das Gremium der Pfarre, das den Pfarrer, beziehungsweise ihm rechtlich Gleichgestellte, bei der Leitung der Pfarre unterstützt und Verantwortung mitträgt. Die Mitglieder sollen die Anliegen und Bedürfnisse der ganzen Bevölkerung und der kirchlichen Gruppen aufgreifen und passende Angebote umsetzen. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates gewährleisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Vielfalt des pfarrlichen Lebens. In Traun etwa stellen sich auch heuer wieder zum einen „bewährte“ Pfarrgemeinderäte als auch „neue Gesichter“ der Wahl, die in den nächsten Jahren gemeinsam die Kirche in Traun gestalten wollen.
Anliegen umsetzen
Lea Adlung ist 21 Jahre alt und kandidiert heuer zum ersten Mal als Pfarrgemeinderätin in Traun. „Ich sehe im Mitwirken im Pfarrgemeinderat für mich eine Chance, meine Ansichten auf Religion und Glauben mitzuteilen und mit allen anderen Mitgliedern gemeinsam das bestmögliche für unsere Gemeinde zu leisten“, erzählt die Studentin. Sie möchte an der Gestaltung der Pfarre aktiv mitwirken, wobei ihr drei Bereiche besonders am Herzen liegen: „Besonders wichtig sind mir Themen wie Jugendarbeit, Inklusion und interreligiöse Kommunikation, wofür ich mich auch stark einsetzen möchte.“
Kein Gedränge um Aufgaben
Bereits lange Erfahrung im Pfarrgemeinderat hat der Trauner Thomas Schlögelhofer: „Ich bin schon seit vielen Jahren dabei. Die Pfarre ist für mich Heimat. Und dafür bin ich bereit einiges zu tun und Zeit zu investieren. Ich sehe, dass nicht gerade ein Gedränge um die jetzt auch noch größer werdenden Aufgaben herrscht. Aber mit den Leuten, die mit viel Energie die Aufgaben der Pfarre bewältigen, arbeite ich gerne zusammen.“ Die Energie, Freude und Gemeinschaft, die er während der freiwilligen Arbeit erfährt, animieren den 53-jährigen Beamten sich weiterhin für die Pfarre zu engagieren. „Ich bin schon seit einiger Zeit im Bereich Finanzen der Pfarre tätig und habe in der letzten Periode die Leitung dieses Ausschusses übernommen. Ich habe das Gefühl, mich hier gut einbringen zu können. Wenn ich wieder gewählt werde, würde ich mich gerne wieder in diesem Bereich einsetzen“, erzählt Schlögelhofer.
Zukunft der Pfarre
Er sieht die nächsten Jahre als entscheidend für den zukünftigen Weg der Pfarre: „Eine Zukunft die in kurzer Zeit viele Änderungen mit sich bringt: Wir werden neu denken müssen und neu und anders handeln. Wir werden Aufgaben aus dem Klerus im Rahmen der Freiwilligen übernehmen, auch wenn das nicht immer einfach sein wird. Manche Dinge wird oder kann es vielleicht nicht mehr wie bisher geben, andere werden neu beginnen.“
Generationenwechsel
Wahlberechtigt sind am 20. März alle Katholiken, die mit 1. Jänner 2022 das 16. Lebensjahr vollendet haben. Anders wie etwa bei Gemeinderats- oder Landtagswahlen gibt es bei der Pfarrgemeinderatswahl keine Parteien – hier wird nach Persönlichkeit und Engagement gewählt. In vielen Pfarren ist momentan ein Generationenwechsel zu beobachten – wohl um junge Themen in den Vordergrund zu rücken und damit auch vermehrt junge Menschen zu erreichen.


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