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ANSFELDEN. Die Gedenkfeiern des Mauthausen Komitees Österreich finden heuer unter dem Blickwinkel „politischer Widerstand“ statt. Dabei wird auch zum „Gehdenken“ auf der Kremsbrücke in Ansfelden eingeladen.

Beim „Gehdenken“ auf der Kremsbrücke wird an widerständige Menschen aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnert. (Foto: Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf)

Das heurige „Gehdenken“ an die Ermordeten der Todesmärsche der Juden von Mauthausen nach Gunskirchen im April 1945 findet am Mittwoch, 27. April um 18 Uhr auf der Kremsbrücke, nahe dem Gasthaus Stockinger, statt. Dieses wird unter anderem von Biografien, Bildern, Texten und Musik von widerständigen Menschen geprägt sein. Die Menschen leisteten in der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand in seinen unterschiedlichsten Formen und Ausfaltungen, was immer ein lebensgefährlicher Akt war. Der politische Widerstand zeigte sich in Form von passiver Verweigerungshaltung über nicht konformes Verhalten im Alltag bis hin zu aktivem Auftreten gegen das Regime, Hilfeleistungen für Verfolgte, Sabotage und schließlich bewaffnetem Kampf.

Mut in der Gegenwart

Deshalb wollen die Organisatoren Erinnerungen an widerständige Menschen der damaligen Zeit schaffen. „Wir wollen aber auch eine Brücke zu den Widerständen im hier und heute schlagen, denn um menschenwürdige Verhältnisse auch heute zu schaffen, braucht es immer wieder das Einmischen mutiger Menschen. Wie auch der KZ-Überlebende Aba Lewit formulierte: ‚Bedenkt, dass ihr Menschen seid. Das ist das Einzige. Seid menschlich.‘ An unserer Menschlichkeit zeigt sich das Gesicht der Gesellschaft“, so die Organisatoren. Zum „Gehdenken“ laden heuer wieder die Plattform „Wider das Vergessen“, das Mauthausen Komitee Ansfelden-Traun, Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf, der ÖGB Linz-Land, die Stadtgemeinde Ansfelden und die NMS Ansfelden ein.


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