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LEONDING/OÖ. Seit 25 Jahren bietet das Programm „Schule am Bauernhof“ in Oberösterreich Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Auf den Bauernhöfen lernen sie, wie Lebensmittel hergestellt werden, wie Tiere gehalten werden und warum die Natur wichtig für die Produktion von Lebensmitteln ist. So auch am Raidgut, dem historischen Vierkanthof der Familie Augl in Leonding.

  1 / 2   Ulla Augl-Schatzl und Stefan Schatzl mit LK-OÖ-Präsident Franz Waldenberger und den interessierten Kindern. (Foto: LK OÖ)

Das Programm fördert das Bewusstsein für regionale und nachhaltige Lebensmittelproduktion. „Diese besonderen Momente und Lernerlebnisse sind von großer Bedeutung, da immer weniger Kinder wissen, woher unsere Lebensmittel kommen. Ich freue mich sehr, dass Schule am Bauernhof nach Corona wieder stark nachgefragt wird. Jetzt ist die beste Zeit für die Schulen und Kindergärten, um sich für den Herbst noch Besuchstermine auf den Bauernhöfen zu sichern.

Der Herbst und somit die Erntezeit sind perfekt dafür, das Leben und Arbeiten auf unseren Höfen kennenzulernen“, ruft Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger dazu auf, das Angebot von Schule am Bauernhof speziell im Jubiläumsjahr zu nutzen. Jeder teilnehmende Bauernhof erfüllt strenge Qualitätskriterien und bietet vielfältige Themen von der Milchproduktion bis zum Umweltschutz. Für landwirtschaftliche Betriebe ist „Schule am Bauernhof“ eine zusätzliche Einkommensquelle.

Im Herzen Leondings

Im Jahr 2010 übernahm Stefan Augl das Raidgut von seinen Eltern. Seitdem hat er den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb mitten in Leonding kontinuierlich weiterentwickelt. Der Betrieb umfasst insgesamt 42 Hektar Ackerland, zwei Hektar Grünland und drei Hektar Wald. Er hatte schon in seiner Kindheit eine starke Verbindung zur Land- und Forstwirtschaft und sein Berufswunsch war früh klar: Landwirt werden.

Nach seiner Ausbildung an der HLBLA in St. Florian und Erfahrungen in verschiedenen Landtechnikunternehmen wurde dieser Wunsch Realität. Gemeinsam mit seiner Frau Ulla entwickelt er den Hof weiter und strebt an, die Grundlage für die nächste Generation zu schaffen. Sie ist seit 2020 ebenfalls Betriebsführerin des Raidguts und sieht „Schule am Bauernhof“ als einen wichtigen Teil der betrieblichen Weiterentwicklung. Sie betont, dass dieses Bildungsformat eine individuelle Herangehensweise in der Wissensvermittlung ermöglicht und eine zeitgemäße Weiterentwicklung für landwirtschaftliche Betriebe darstellt.

Verständnis fördern

Das Ehepaar möchte ein realistisches Bild der Landwirtschaft vermitteln und den Dialog zwischen Bauern und Konsumenten fördern. „Wenn bereits im Kindesalter ein Grundverständnis für das Leben mit und in der Natur, für unsere Arbeiten, den Jahreskreis sowie für unseren Beitrag zum Naturschutz und der Landschaftspflege gefördert wird, so trägt dies zu einem Miteinander und gegenseitiger Wertschätzung bei. Dass ‚Schule am Bauernhof‘ hier einen wertvollen Beitrag leisten kann, wurde uns beim Besuch der Volksschulklasse unseres Sohnes bewusst. Dieser Ausflug der Schulklasse hat sowohl meine Frau als auch mich motiviert, den Zertifikatslehrgang zu besuchen und ‚Schule am Bauernhof‘ anzubieten“, rundet Stefan Augl dieses Bild ab.

Seit dem Start von „Schule am Bauernhof“ im Jahr 2022 haben die beiden bereits über 350 Kinder und 29 Kindergarten- und Volksschulgruppen auf ihrem Hof begrüßt. Sie bieten Programme wie „Die Bodenforscher“ oder „Die Getreideprofis“ an und arbeiten an weiteren Ideen. Alle Informationen zu den teilnehmenden Höfen und deren Programme sind verfügbar unter www.schuleambauernhof.at


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