Rotes Kreuz: Helfen als freiwillige Sanitäterin
TRAUN. Teresa Obermayer ist seit vier Jahren beim Roten Kreuz in Traun tätig. Im Juli 2019 entschloss sich die Volksschullehrerin dazu, die Ausbildung zur freiwilligen Rettungssanitäterin zu beginnen.

Wer diese Ausbildung beginnen möchte, muss mindestens 17 Jahre alt sein und die allgemeine Schulpflicht erfolgreich absolviert haben. Man muss über einen einwandfreien Strafregisterauszug verfügen und gesundheitlich dazu in der Lage sein, den Rettungsdienst auszuführen. Die Bereitschaft die Ausbildung zu absolvieren und regelmäßig Dienste zu übernehmen sind weitere Voraussetzungen für die Arbeit als freiwilliger Sanitäter. Obermayer erfüllte alle Bedingungen und machte im Zuge der Ausbildung einen Theoriekurs und ein Praktikum, welches sich auf rund 14 Dienste beläuft. Seit ihrer kommissionellen Abschlussprüfung vor vier Jahren ist sie Rettungssanitäterin gemäß dem Sanitätergesetz.
Zwölf Stunden Dienst
Jeder Tag-, sowie Nachtdienst dauert in der Regel zwölf Stunden. Nachdem Obermayer ihre Uniform angezogen hat, überprüft sie mit ihrem Dienstpartner das zugeteilte Rettungsauto. „Das heißt wir schauen, ob alles vorhanden ist, ob die Geräte einwandfrei sind, ob alle Lichter und Signale am Auto funktionieren und ob das Auto genügend getankt ist.“, beschreibt die Sanitäterin. Zwischen den Ausfahrten kann sie es sich auf der Dienststelle gemütlich machen. Mit Hilfe eines Pagers, ein Gerät, dass bei einer anstehenden Fahrt oder einem Notfall einen Ton von sich gibt, ist sie jedoch immer einsatzbereit.
Aufgaben
Am Ende des Dienstes bringt sie die Protokolle, welche bei jedem Einsatz geführt werden, in das Büro. Im Vergleich zu Berufssanitätern, fallen für Obermayer einige Aufgabenbereiche an der Dienststelle weg. Diverse Büro- und Marketingtätigkeiten, sowie beispielsweise die Einteilung der Dienstpläne, werden in der Regel von Berufssanitätern übernommen. Trotz ihrer Anstellung an der Volksschule, fährt Obermayer ein bis zwei Nachtdienste pro Woche. Am nächsten Tag geht es für sie wie gewohnt in den Unterricht. Wie ihr Dienst verläuft, ist ganz unterschiedlich. „In manchen Nachtdiensten hat man weniger Ausfahrten und kann somit mehrere Stunden schlafen, in anderen Fällen wiederum hat man kein Glück und bekommt wenig Schlaf ab.“, schildert sie. Obermayer wird häufig mit herausfordernden Situationen, wie Autounfällen oder Reanimationen, konfrontiert. Daher ist eine gute Teamarbeit zwischen ihr und den anderen Sanitätern wichtig.
Unbeschreibliches Gefühl
Die schönen Momente bleiben Obermayer besonders in Erinnerung. Dass sie dort helfen kann, wo andere nicht weiterwissen, löst in ihr ein unbeschreiblich positives Gefühl aus. „Ich engagiere mich gerne und einer der schönsten Momente ist für mich, für Menschen da sein zu dürfen und auch einmal zuhören zu können“, sagt sie.


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