Insgesamt ging die Zahl der Verkehrstoten in Oberösterreich im ersten Halbjahr 2024 deutlich zurück. 24 Menschen verloren ihr Leben bei Verkehrsunfällen, zehn weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies ist die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten im ersten Halbjahr, die in Oberösterreich bisher verzeichnet wurde.
„Von der Exekutive über Bund, Land, Städte und Gemeinden bis hin zu den Verkehrsteilnehmern tragen viele zur Verkehrssicherheit bei. Insgesamt hängt die Verkehrssicherheit von vielen Faktoren ab“, erklärt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist dabei ein zentraler Faktor, denn Ablenkung, insbesondere durch Handys, erhöht das Unfallrisiko erheblich. Im Vorjahr wurden in Oberösterreich 22.665 Fahrzeuglenker beim verbotenen Handy-Telefonieren am Steuer erwischt.
Maßnahmen zeigen Wirkung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Geschwindigkeit. Je höher das Tempo, desto länger der Reaktions- und Bremsweg, was das Risiko eines Unfalls und die Schwere der Verletzungen erhöht. Daher begrüßt der VCÖ die mit 1. Juli in Kraft getretene StVO-Novelle, die es Gemeinden und Städten erleichtert, Tempo 30 umzusetzen.
Zusätzlich betont der VCÖ die Bedeutung des Ausbaus des Radwegenetzes. In den vergangenen zwei Jahren gab es österreichweit auf baulich getrennten Radwegen keinen einzigen tödlichen Radunfall. Da Bahn und Bus um ein Vielfaches sicherer sind als Pkw, tragen auch mehr öffentliche Verkehrsverbindungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.
Mit diesen Maßnahmen und der aktiven Beteiligung aller Verkehrsteilnehmer zeigt sich, dass der Bezirk Linz-Land auf einem guten Weg ist. Die positive Entwicklung im ersten Halbjahr ermutigt dazu, die Anstrengungen fortzusetzen und die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden