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OÖ/TRAUN. Die A1 bei Traun bleibt Oberösterreichs meistbefahrener Autobahnabschnitt. Rund 28,5 Millionen PKW wurden dort in den ersten zehn Monaten des Jahres 2024 gezählt, wie eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Asfinag-Daten zeigt. Damit liegt der Abschnitt knapp vor der A7 bei Bindermichl.

Die A1 bei Traun ist der meistbefahrene Autobahnabschnitt Oberösterreichs. (Foto: Volker Weihbold)
Die A1 bei Traun ist der meistbefahrene Autobahnabschnitt Oberösterreichs. (Foto: Volker Weihbold)

Während der PKW-Verkehr auf den meisten Autobahnen im Bundesland zugenommen hat, verzeichnete der LKW-Verkehr an vielen Zählstellen einen Rückgang. Diese Entwicklung ist aus Sicht der Mobilitätsorganisation VCÖ ein klarer Auftrag, Maßnahmen gegen die steigende Verkehrsbelastung zu setzen. „Die Zunahme des Autoverkehrs ist kein Naturgesetz“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Sie verweist auf das große Potenzial von Mobilitätsmanagement in Betrieben und Freizeiteinrichtungen, um den Verkehr zu verringern.

Ein positives Beispiel liefert die Sparkasse Oberösterreich, die im Jahr 2023 dank gezieltem Mobilitätsmanagement 428.000 Pkw-Kilometer einsparen konnte. Dies gelang durch Maßnahmen wie die Förderung von Fahrgemeinschaften, den Einsatz von Jobtickets für öffentliche Verkehrsmittel und die Nutzung von Fahrrädern.

Schnellbusse als Lösung

Neben dem Ausbau des Bahnangebots – wie etwa durch die Wiedereröffnung der neuen Westbahnstrecke – sieht der VCÖ großes Potenzial in sogenannten „Bus Rapid Transit“-Systemen. Schnellbuslinien mit eigener Busspur könnten Pendlern eine platzsparende, schnelle Alternative bieten, insbesondere für jene, die keine Bahnanbindung in der Nähe haben. Pro Bus könnten so rund 50 Autos ersetzt werden.

Ein Pilotprojekt für Schnellbusse auf Autobahnen wird derzeit im Großraum Graz entwickelt, wobei Haltestellen direkt an der Autobahn entstehen sollen. „Solche Systeme könnten auch in Ballungsräumen wie Oberösterreichs Zentralraum helfen, Staus zu verringern und die Verkehrsbelastung für Anwohner zu reduzieren“, so Jaschinsky.

Verkehrsreduktion statt Straßenausbau

Straßenausbauten seien laut VCÖ nicht die Lösung, da sie in der Regel zu mehr Verkehr führen. Stattdessen fordert die Mobilitätsorganisation Investitionen in den öffentlichen Verkehr sowie in den Ausbau von Rad- und Fußwegen. Auch Freizeiteinrichtungen und Tourismusregionen könnten durch gezielte Maßnahmen – wie bessere Anbindung an Bahn und Bus – dazu beitragen, die Verkehrsbelastung zu verringern.


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