Logopäden: Schutzmasken können für Stimme zur Belastungsprobe werden
OÖ/PASCHING. Die aktuellen Maßnahmen mit den Schutzmasken können bei mangelnder Stimmhygiene sogar ein gesundheitliches Risiko zur Entwicklung einer Stimmstörung darstellen, warnt der Verband der LogopädInnen für Oberösterreich.

Durch das Sprechen mit der Maske über längere Zeiträume entstehen für die stimmgebenden Organe schädliche „Umwelteinflüsse“. Weiters passen wir in unserer alltäglichen Kommunikation unbewusst unsere sprachlichen Verhaltensweisen an den Gesprächspartner und die -situation an. Das bedeutet zurzeit beim Kundenkontakt, dass das fehlende Mundbild meist mit erhöhter Lautstärke kompensiert wird.
Auf der Ebene der Stimmgebung bedeutet das meist ein Erhöhen des subglottischen Anblasedrucks (Luftdruck, mit dem die Stimmlippen in Schwingung versetzt werden), wodurch nach längeren Sprechphasen ungünstige Symptome wie Heiserkeit, Kratzen im Hals, Räusperzwang und Trockenheitsgefühl hervorgerufen werden können.
Tipps für den Alltag
Um der Entwicklung einer Stimmstörung effektiv vorzubeugen, ist zur Prävention eine ausreichende Stimmhygiene von größter Bedeutung. Der Verband der LogopädInnen empfiehlt daher täglich ausreichend Wasser zu trinken, ausreichende Stimmerholung und ganzkörperliche Entspannungsübungen, Sprechen in angepasster Lautstärke, Räuspern vermeiden (lieber Summen oder einen Schluck trinken) sowie Maskenpausen einlegen. Für „Berufssprecher“ wie Lehrer wird ein Aufwärmen der Stimme eine Stunde vor Sprechbeginn empfohlen.


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