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„Zivilcourage“ steht im Mittelpunkt des „Geh-Denkens“ in Ansfelden

David Ramaseder, 18.04.2023 18:21

ANSFELDEN/LINZ-LAND. Erinnerungskultur ist ein wesentliches Stück Zukunftssicherung. Für Mittwoch, 26. April, laden die Plattform „Wider das Vergessen“, Mauthausenkomitee Ansfelden-Traun, Treffpunkt  mensch & arbeit Nettingsdorf, ÖGB Linz-Land, Stadtgemeinde Ansfelden und NMS Ansfelden um 18 Uhr auch heuer wieder zum Geh-denken an die Ermordeten der Todesmärsche der Juden von Mauthausen nach Gunskirchen bei der Kremsbrücke Ansfelden ein.

 (Foto: privat)
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Zivilcourage ist sichtbarerer Widerstand aus Überzeugung. Bei zivilcouragierten Handlungen geht es um alltägliche Meinungsfreiheit, um das Akzeptieren von Widerspruch, um das Engagement gegen Diskriminierung von Menschen, die sich für Recht und Gerechtigkeit einsetzen und um die Achtung der Menschenwürde. Die Orientierung an humanitären und demokratischen Werten sowie der persönliche Mut sind wichtige Bestandteile des zivilcouragierten Handelns. Wir werden heute nicht nur immer häufiger Opfer, sondern auch Zeugen von Rassismus, verbaler Gewalt- und Todesdrohungen, Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung. Auch auf Online-Plattformen werden wir immer mehr damit konfrontiert. Cybermobbing, Hass im Netz, Verschwörungstheorien und Fake News nehmen seit vielen Jahren zu.

Rassismus, Diskriminierung, Gewalt etc. lassen sich nicht von heute auf morgen aus der Welt schaffen. Mit kleinen Schritten ist es aber möglich, viel zu erreichen. Nämlich dann, wenn Menschen hinsehen, wenn Unbeteiligte helfend eingreifen, und wenn Opfer nicht ohnmächtig bleiben.

Frauen als Lebensretterinnen

Eine Studie zeigt, dass während der NS-Zeit zwei Drittel der Helfenden Frauen waren. Sie wurden nicht als Retter geboren oder erzogen, sie waren nicht die besseren Menschen. In vielen Fällen entschieden sie sich situationsbedingt für zivilen Mut und wuchsen mit Erfindungsreichtum und Ausdauer über sich hinaus. Viele von ihnen handelten aus religiöser oder politischer Motivation heraus.Auch auf den sogenannten Todesmärschen versteckten couragierte Menschen in verschiedenen Orten immer wieder KZ-Häftlinge und retteten sie so vor dem Tod.


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