Bildungsprogramme: mehr Chancen für alle Kinder
LINZ-LAND/TRAUN. Das Jugendrotkreuz OÖ setzt sich mit einer Vielzahl von Maßnahmen dafür ein, faire Startbedingungen für alle Kinder zu schaffen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Bildungsstand der Eltern. Anlässlich des Schulstarts am 9. September und des Welttags der Alphabetisierung am 8. September zeigt die Organisation, wie chancengerechte, außerschulische Bildungsförderung konkret aussieht.

Jovan hatte in der Schule zunächst mit schlechten Noten und sozial auffälligem Verhalten zu kämpfen. Doch das änderte sich, als er die Rotkreuz-Lerninsel in Traun besuchte. Dort erhielt er Unterstützung von Anton Moser, einem pensionierten Rechtsanwalt, der als ehrenamtlicher Lerncoach arbeitet. Gemeinsam übten sie Mathematik, schrieben Erlebnis-Erzählungen und vertieften das Lesen. Durch diese gezielte Förderung blühte Jovan auf, seine Noten verbesserten sich, und sein Selbstvertrauen wuchs mit jedem Erfolg. „Seine Schulnoten sind der Beweis, dass jedes Kind eine Chance verdient“, sagt Moser.
Engagement seit 75 Jahren
Das Engagement des Jugendrotkreuzes geht weit über die Lernhilfe hinaus. Seit über 75 Jahren unterstützt die Organisation die Bildungsarbeit an Schulen und setzt sich dafür ein, dass Kinder in ihrer Entwicklung bestmöglich gefördert werden. Dazu gehören altersgerechte Programme zur Vermittlung von Erster Hilfe und Schwimmkompetenzen, Vorbereitung auf die Radfahrprüfung sowie die Förderung sozialer Kompetenzen und Gesundheit.
Bildung für alle zugänglich
Auch finanziell benachteiligte Kinder finden im Jugendrotkreuz Unterstützung. So werden etwa Schulausflüge ermöglicht, wenn sich Eltern diese nicht leisten können. Zudem fördert das Jugendrotkreuz das Lesen durch die „Mehr als Lesen“-Schülerzeitschriften, die mit Titeln wie „Hallo Schule!“, „Meine Welt“ oder „Space“ das Interesse der Kinder wecken. Diese Angebote verfolgen keine kommerziellen Ziele und tragen dazu bei, Bildung unabhängig von sozialen und finanziellen Barrieren zu unterstützen und fördern.
Beeindruckende Bilanz
Die Zahlen sprechen für den Erfolg der Rotkreuz-Bildungsarbeit: Im letzten Schuljahr legten 19.300 Kinder Schwimm- und Rettungsschwimmprüfungen ab, 15.200 bestanden die freiwillige Radfahrprüfung, 10.761 Schüler aus Oberösterreich nahmen an Erste-Hilfe-Kursen teil und 18.200 beteiligten sich an der Initiative „Schüler retten Leben“.


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