Kritik an Wegwerfmode bei Konsumdialog der KEM Kürnbergwald
WILHERING. Unter dem Titel „Fast Fashion: Was kostet uns die schnelle Mode?“ fand im Pfarrsaal Dörnbach der erste Konsumdialog der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Kürnbergwald statt – in Kooperation mit der Fairtrade-Gemeinde Wilhering.

Zahlreiche Interessierte nahmen am Informations- und Diskussionsabend teil. KEM-Manager Josef Fürnhammer eröffnete die Veranstaltung.
Wie aktuell das Thema ist, zeigen Zahlen: Pro Person fallen in Österreich jährlich rund 23 Kilogramm Textilabfälle an, der Großteil wird verbrannt. Gleichzeitig geben Konsumenten im Schnitt etwa 1.500 Euro pro Jahr für Kleidung und Schuhe aus.
Referentin Christiane Seufferlein zeichnete die Entwicklung der Mode nach: Einst war Kleidung wertvoll und langlebig, heute ist sie Massenware. Weltweit entstehen jährlich bis zu 150 Milliarden Kleidungsstücke, ein großer Teil davon bleibt unverkauft, recycelt wird nur ein Bruchteil.
Auch die ökologischen Folgen sind erheblich: Die Textilindustrie verursacht einen beträchtlichen Anteil an den globalen CO₂-Emissionen und der Wasserverschmutzung. Für ein Baumwoll-T-Shirt werden rund 2.000 Liter Wasser benötigt.
Seufferlein plädierte daher für einen bewussteren Umgang mit Kleidung – etwa durch langlebige Produkte, Naturfasern und Secondhand. Ihr Fazit: „Weniger ist mehr.“
Zum Abschluss stellte Stefan Schmidinger das Linzer Modelabel Vresh vor, das auf nachhaltige und langlebige Mode setzt.
Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Der nächste Konsumdialog widmet sich im Herbst dem Thema Lebensmittelverschwendung.


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