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TRAUN. Die Einsatzzahlen steigen, die Bevölkerung wächst und die Platzverhältnisse stoßen längst an ihre Grenzen: Das Rote Kreuz Traun erhält eine neue Ortsstelle. Mit einem Neubau um rund 6,9 Millionen Euro sollen bessere Bedingungen für die knapp 600 Mitarbeiter geschaffen und die Versorgung von mehr als 61.000 Menschen langfristig gesichert werden.

Feierlicher Spatenstich für die neue Rotkreuz-Ortsstelle in Traun. (Foto: OÖRK/ OS Traun Hellrigl)
  1 / 3   Feierlicher Spatenstich für die neue Rotkreuz-Ortsstelle in Traun. (Foto: OÖRK/ OS Traun Hellrigl)

Mit dem Spatenstich fiel am Dienstag, 23. Juni, der offizielle Startschuss für das Projekt, dessen Baubeginn für Herbst vorgesehen ist. Das neue Gebäude soll auf rund 2.300 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Die Errichtungskosten werden mit rund 6,9 Millionen Euro netto veranschlagt. Finanziert wird der Neubau gemeinsam vom Land Oberösterreich, den sechs Versorgungsgemeinden Traun, Ansfelden, Hörsching, Oftering, Pasching und Pucking sowie dem Roten Kreuz.

Mehr Einsätze, mehr Mitarbeiter

Die Ortsstelle Traun versorgt derzeit mehr als 61.000 Menschen in der Region. Bis 2040 wird die Bevölkerung im Einzugsgebiet laut Prognosen auf rund 68.000 Einwohner anwachsen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Rote Kreuz. Waren es 1981 noch rund 7.500 Rettungseinsätze pro Jahr, wurden zuletzt 21.063 Fahrten verzeichnet.

Heute engagieren sich an der Ortsstelle 594 Mitarbeiter. Das Angebot reicht vom Rettungsdienst über Soziale Dienste und Jugendrotkreuz bis hin zu Blutspendeaktionen, Katastrophenhilfe und Erste-Hilfe-Kursen.

Platzmangel als Auslöser

Die bestehenden Räumlichkeiten entsprechen den aktuellen Anforderungen vielfach nicht mehr. So stehen den 262 Mitarbeitern im Rettungsdienst derzeit lediglich 30 Spinde zur Verfügung. Für die Besatzungen von bis zu sechs Rettungsfahrzeugen im Nachtdienst gibt es nur sechs Schlafräume samt Sanitärbereichen.

Der Neubau soll daher zusätzliche Garderoben, Schlaf- und Aufenthaltsräume, neue Sanitäranlagen, einen eigenen Hygienebereich für die Desinfektion von Sanitätsgeräten, Materiallager, Schulungsräume sowie mehr Stellplätze für Einsatzfahrzeuge schaffen. Auch die Ausbildung von Sanitätern soll künftig zentral vor Ort erfolgen.

Investition in die Versorgung

Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander bezeichnete das Rote Kreuz als unverzichtbaren Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Der Neubau sei „ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung für alle, die im Dienst am Menschen stehen“.

Bezirksstellenleiter Manfred Hageneder verwies auf die Bedeutung der Freiwilligenarbeit und die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Finanzierung. Trauns Bürgermeister und Ortsstellenleiter Karl-Heinz Koll sprach von einem wichtigen Schritt für die Versorgungssicherheit in der Region. Der Neubau schaffe die Grundlage dafür, dass die Arbeit des Roten Kreuzes auch künftig auf hohem Niveau geleistet werden könne.

Bei der Planung sollen zudem ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Vorgesehen sind unter anderem der Einsatz erneuerbarer Energien und ein möglichst geringer Bodenverbrauch.


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