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TRAUN/WELS. Aufgrund der Sanierung des Trauner Sportzentrums mussten die Atrium Steelsharks Traun für ihre letzten beiden Heimspiele der Saison nach Wels ausweichen. Tips war vor Ort und hat sich mit Obmann Markus Campregher über die Situation nach Corona, die Zufriedenheit mit der aktuellen Spielzeit und die Erwartungen für die kommende Saison unterhalten. Da werden die Trauner wieder in der höchsten Spielklasse AFL antreten.

Die Trauner ließen dem Gegner am Sonntag keine Chance. (Foto: Ramaseder)
  1 / 5   Die Trauner ließen dem Gegner am Sonntag keine Chance. (Foto: Ramaseder)

Bei brütender Hitze absolvierten die Trauner Footballer ihr letztes Heimspiel der Saison, in der sie in der Division1 angetreten sind. Für Obmann Markus Campregher die beste Entscheidung, um nach der Situation um Corona wieder etwas in Tritt zu kommen: „Dadurch, dass der Druck nicht so hoch war, in der AFL zu spielen, haben sich viele Leute entschlossen, wieder zu kommen. Alle haben jetzt einen Spaß und das steht jetzt einmal im Vordergrund.“

Finanzielle Einbußen

Da der Großteil der Saison ohne Zuschauer bzw. mit beschränkter Kapazität bestritten werden musste, entgingen den Steelsharks rund 30.000 Euro alleine an Zuschauereinnahmen. „Unser großes Glück ist, dass wir sehr treue Sponsoren haben, es ist keiner abgesprungen. Die haben das Ganze aufgefangen und uns über die Saison hinübergetragen“, betont der Obmann, dass es der Verein sonst sehr schwer gehabt hätte. Dennoch blickt die ganze Mannschaft schon wieder optimistisch in die nächste Saison. Dann soll wieder in der höchsten heimischen Spielklasse auf Punktejagd gegangen werden.

Team soll zusammenbleiben

Bereits jetzt werden im Hintergrund die Schrauben für das kommende Jahr gedreht. Die Verantwortlichen hoffen, auch wieder wichtige Importspieler holen zu können, ansonsten soll der Großteil der Mannschaft gehalten werden. „Genaueres wird im Herbst entschieden, wenn wir auch die finanzielle Situation noch einmal bewerten. Welche Positionen dabei im Fokus stehen, entscheiden dann die Trainer“, so der Obmann.

AFL wird größer

Durch die Aufstockung der AFL – es steigen vier Teams aus der Division1 auf – erwartet man sich nächste Saison mehrere Gegner auf Augenhöhe. „Wichtig ist, dass sowohl die Spieler als auch die Zuschauer Spaß haben. Da ist es natürlich wichtig, spannende Spiele zu haben. Verlieren selber ist dabei gar nicht die große Tragik, wenn man nicht von vornherein chancenlos ist“, bringt es Campregher auf den Punkt. Mit den Vikings oder Raiders wird man sich natürlich nicht messen können. Auch die Giants oder die Dragons werden wohl schwer zu biegen sein. „Mit den restlichen Teams wollen wir uns aber jedenfalls sportlich messen.“

Erlebnis Heimspiel

Mussten die Trauner durch die Sanierung des Sportzentrums heuer relativ kurzfristig einen Ausweichspielort finden, ist die Freude schon groß, nächstes Jahr in einem modernen Stadion einiges bewegen zu können. „Wir haben neue Büroräume und mehr Kabinen bekommen. Es ist alles erneuert worden, das wird sicher ganz lässig“, ist die Freude auf die neue Spielzeit groß.

Die Steelsharks wollen dabei das Hauptaugenmerk darauf legen, wieder mehr Zuschauer ins Stadion zu bringen: „Wir wollen das Rundherum am Gameday, den Event-Charakter in den Vordergrund stellen. Es soll ein Erlebnis sein, ein Spiel der Steelsharks zu besuchen.“

Zufrieden mit Saison

Nach einer Niederlage im ersten Spiel gegen die zweite Mannschaft der Vienna Vikings konnten die Trauner Footballer eine sportlich erfolgreiche Saison absolvieren. „Die Mannschaft präsentiert sich sehr gut, wir haben eine starke Offense und auch eine stabile Defense. Das haut schon hin. Natürlich ist für nächste Saison noch einiges zu verbessern, aber nach der Corona-Krise bin ich jetzt einmal sehr guter Dinge“, zieht Campregher ein positives Resümee.

Klarer „Heimsieg“

Für das letzte Heimspiel der Saison – ausgetragen in Wels – war die Mannschaft zuversichtlich, gegen die Znojmo Knights eine gute Leistung abzuliefern. „Wir haben den Gegner sehr gut analysiert und spielen voll auf Sieg“, so Spieler Alexander Juri Vladov, der aufgrund der beinahe unmenschlichen Temperaturen auch von einer „Fitnessschlacht“ sprach. Und die Trauner konnten unter Beweis stellen, dass sie körperlich in ausgezeichneter Verfassung sind.

Dem Gegner wurde nicht der Funke einer Chance gelassen. Nach klarer Pausenführung gelang schließlich ein 45:0-Erfolg. Damit wurde der zweite Tabellenplatz in der Division1 einzementiert. Die AFL kann also kommen.<


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