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TRAUN. Die Trauner Fußballvereine ASKÖ Dionysen, ATSV St. Martin und SV HAKA Traun haben in einer gemeinsamen Stellungnahme deutliche Kritik an der Stadt Traun und den Rahmenbedingungen im Sportzentrum geübt. Auslöser sind unter anderem die gescheiterten Gespräche über ein mögliches Nachwuchszentrum des FC Blau-Weiß Linz in Traun.

Die Debatte um das Sportzentrum Traun geht in die nächste Runde. (Foto: Tips/Ramaseder)
Die Debatte um das Sportzentrum Traun geht in die nächste Runde. (Foto: Tips/Ramaseder)

Die Vereine sehen sich in ihrer langjährigen Kritik bestätigt. Sie bemängeln mangelnde Einbindung bei Gesprächen über die Zukunft des Sportzentrums, unklare Nutzungsregelungen sowie fehlende Planungssicherheit. Besonders kritisch sehen sie, dass über eine mögliche Nutzung durch den Linzer Bundesligisten verhandelt worden sei, ohne die bestehenden Nutzervereine frühzeitig einzubeziehen.

Aus Sicht der Vereine müsse ein städtisches Sportzentrum in erster Linie den örtlichen Vereinen und deren Nachwuchsarbeit dienen. Zudem fordern sie mehr Transparenz bei der Vergabe von Nutzungsrechten, bei Förderungen sowie bei den tatsächlich anfallenden Kosten für die Vereine.

Auch die Trainingsbedingungen werden kritisiert. Genannt werden kurzfristige Absagen, längere Sperrzeiten der Plätze sowie organisatorische Probleme. Die Vereine verlangen nun eine umfassende Aufarbeitung der Vorgänge und klare Kriterien für die künftige Nutzung des Sportzentrums.

Bürgermeister verweist auf Investitionen

Bürgermeister Karl-Heinz Koll weist die Vorwürfe zurück und betont die Rolle der Stadt als verlässlicher Partner aller Sportvereine. In den vergangenen Jahren seien zahlreiche Investitionen in die Sportinfrastruktur erfolgt. Als Beispiele nennt er unter anderem Maßnahmen beim ASKÖ Oedt wie Flutlichtanlage, Tribüne, Lärmschutzwand und weitere Umbauten.

Koll betont, dass die Stadt die Interessen aller Vereine gleichermaßen berücksichtigen müsse. „Unsere Aufgabe als Stadt ist es nicht, die Interessen eines einzelnen Vereins in den Mittelpunkt zu stellen, sondern alle Vereine fair und gleich zu behandeln“, erklärt er.

Dialog statt Schlagabtausch

Auch zu den Gesprächen mit dem FC Blau-Weiß Linz nimmt der Bürgermeister Stellung. Die Stadt habe Gespräche geführt und Ideen geprüft, letztlich aber die Verhandlungen beendet, weil die Interessen der Stadt und ihrer Vereine nicht ausreichend gewahrt werden konnten.

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion appelliert Koll an alle Beteiligten, die Debatte auf Basis von Fakten zu führen. Unterschiedliche Sichtweisen seien legitim, die besten Lösungen entstünden jedoch im persönlichen Gespräch. Seine Tür stehe für den Dialog mit den Vereinen jederzeit offen.


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