Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Aufgrund der vielerorts desaströsen Auswirkungen des Jahrhunderthochwassers im Jahr 2002 startete das Land Oberösterreich 2005 das größte Hochwasserschutzprogramm der Landesgeschichte. Insgesamt setzte man 560 Projekte um rund 700 Millionen Euro um.

Damit die Gemeinden zukünftig vor Hochwasser geschützt sind, werden und wurden auch im Bezirk Linz-Land einige Projekte umgesetzt (im Bild die Traun 2013). Foto: Heinz Kraml
Für Landesrat Rudolf Anschober (Die Grünen) war diese Summe gut investiert. „Schon 2013 beim letzten Hochwasser haben sich die Kosten gerechnet, weil Schäden vermieden oder reduziert wurden“, sagte Anschober. Derzeit sind noch 58 Projekte oberösterreichweit in Umsetzung. Bei einem der größten Bauprojekte an der Donau, dem Hochwasserschutz Enns-Enghagen, waren ursprünglich für die Ortschaft Enghagen, für Bereiche von Lorch und Erlengraben sowie für die Liegenschaft Sengseis Hochwasserschutzdämme vorgesehen. Nach dem Hochwasser von 2013 stellte man seitens der Bundes- und Landesförderungsstelle parallel zu den Damm-Bauten auch die Möglichkeit einer Aussiedlung in Aussicht. Während in Kronau, Lorch und Erlengraben bereits in elf Fällen Gelder zur Aussiedelung ausbezahlt wurden, sollen auch bald in Enghagen Absiedelungsangebote unterbreitet werden. Gemeinden bekommen einen „HQ100-Schutz“Das Kremstal wurde vom Hochwasser 2002 geradezu verwüstet. Von Wartberg/Krems (Bezirk Kirchdorf) bis Ansfelden blieben hohe Schäden zurück und auch 2007 und 2009 traten kleinere Hochwässer auf. Um die Bewohner des Hochwasserabflussbereichs der Krems und des Sulzbachs zukünftig besser zu schützen, begann man auch im betroffenen Gebiet mit einem umfangreichen Hochwasserschutzprogramm. Große Projekte startete man in Ansfelden, St. Marien und Neuhofen und viele kleinere entlang der Krems und des Sulzbachs. „Die ganze Talsohle soll effektiv geschützt werden“, sagte Franz Gillinger, Leiter des Gewässerbezirks Linz. Auf Initiative von Rudolf Anschober wurde deshalb 2007 der Schutzwasserverband Kremstal (SWV) mit 18 Mitgliedsgemeinden gegründet. Der Verband, dessen Obmann St. Mariens Bürgermeister Helmut Templ (ÖVP) ist, ist mit der Planung und Durchführung schutzwasserschaftlicher Anlagen betraut. Maßgeblich verantwortlich für den Hochwasserschutz des Kremsunterlaufs von Wartberg bis zur Kremsmündung in die Traun ist das Rückhaltebecken Krems-Au in den Gemeinden Nußbach (Bezirk Kirchdorf) und Wartberg/Krems. Dieses wird mit weiteren Schutzmaßnahmen kombiniert, sodass die Gemeinden Kematen und Neuhofen bis zur Sulzbachmündung einen „HQ100-Schutz“ erreichen. Dieser Wert entspricht der Hochwasser-Durchflussmenge, die statistisch alle 100 Jahre erwartet wird. Die Gesamtkosten für das Rückhaltebecken Krems-Au belaufen sich auf 30 Millionen Euro. „Sobald die Finanzierung sichergestellt ist, wird mit dem Bau begonnen“, sagte Gillinger. Die Genehmigung wird für den Juni dieses Jahres erwartet.

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

hello again aus Leonding will mit Millionenbetrag nach Europa wachsen

hello again aus Leonding will mit Millionenbetrag nach Europa wachsen

LEONDING. Das Unternehmen hello again erhält von der Beteiligungsgesellschaft Emeram einen zweistelligen Millionenbetrag. Mit dem Geld will ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Technolit und Iwetec bündeln ihre Kräfte in Pucking

Technolit und Iwetec bündeln ihre Kräfte in Pucking

PUCKING. Eine Abwanderung stand im Raum. Nun steht fest: Technolit und Iwetec fusionieren und nutzen künftig gemeinsam den bisherigen Technolit-Standort ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Ansfelden beschließt Vorhaben trotz angespannter Finanzlage

Ansfelden beschließt Vorhaben trotz angespannter Finanzlage

ANSFELDEN. Rund zehn Millionen Euro will die Stadt in Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen investieren. Das ist einer der Schwerpunkte ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Werkstätte für Gartengeräte in Traun eröffnet

Werkstätte für Gartengeräte in Traun eröffnet

TRAUN. Vor dem Winter brauchen manche Rasenmäher und Mähroboter noch eine Wartung. Dafür gibt es seit Anfang August eine neue Anlaufstelle ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Wirtschaftskammer Linz-Land unterstützt bei Betriebsübergabe

Wirtschaftskammer Linz-Land unterstützt bei Betriebsübergabe

LINZ-LAND. Die Wirtschaftskammer (WKO) Linz-Land bietet am Donnerstag, 15. Oktober, einen Sprechtag zur Nachfolge-Rechtsberatung an. Unternehmer ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Ansfelden investiert 2,8 Millionen Euro in einen neuen Hort

Ansfelden investiert 2,8 Millionen Euro in einen neuen Hort

ANSFELDEN. Ein neuer Schülerhort soll im Ortszentrum Platz für vier Gruppen schaffen. Am 25. September fiel mit dem offiziellen Spatenstich ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Weitere Beiträge