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NEUHOFEN. Nach einer Befragung der Bürger 2014 hat sich der Gemeinderat für die Umfahrung über den Julianaberg ausgesprochen. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Diese hat das Land OÖ bei der geplanten Umsetzungsvariante nicht erfüllt. Was jetzt?

Hohes Verkehrsaufkommen auf der B139 durch Neuhofen. Foto: VP Neuhofen
Hohes Verkehrsaufkommen auf der B139 durch Neuhofen. Foto: VP Neuhofen

Bürgermeister Günter Engertsberger spricht sich eindeutig gegen die Anfang des Jahres präsentierte Umsetzungsvariante der Umfahrung aus. „Durch den Umstand, dass kein optimaler Lärmschutz durch Einhausungen, Grünbrücken, Tunnellösungen etc. vom Land umgesetzt wird, mussten die Planer die Umfahrungsstraße anheben. Dadurch kommt es zu einer Berg- und Talfahrt, bei der Unmengen an zusätzlichen Schadstoffen produziert werden. Von der erhöhten Lärmbelastung ganz zu schweigen“, so Engertsberger.

Bürgermeister für gemeindeübergreifende Lösung

Er erinnert an den Gemeinderatsbeschluss nach der Bürgerbefragung, der eindeutig aussagt, dass sich die Gemeinde nur dann für die ortsnahe Trasse ausspricht, wenn die im Vorfeld geforderten Begleitmaßnahmen auch umgesetzt werden. „Dieser Beschluss hat nach wie vor Gültigkeit.“ Er plädiert nun für eine gemeindeübergreifende Lösung mit anderen Kommunen oder eine optimierte Lösung gebietsbezogen für das Kremstal, anstatt aus Kostengründen für jede Ortschaft eine eigene Umfahrung durchdrücken zu wollen.

Petition gegen Umfahrung

Ebenfalls gegen die Umfahrung macht die Bürgerinitiative „Zukunft Neuhofen“ mobil.Diese hat eine Online-Petition gestartet (www.openpetition.eu/!zukunftneuhofen). Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe haben 201 Personen unterzeichnet. Die Forderung: Der Gemeinderat soll die Trassenverordnung des Landes in dieser Form ablehnen.

Keine andere Möglichkeit als die ortsnahe Umfahrung sieht die ÖVP für Neuhofen. War es doch ein sehr langer Prozess, der dazu geführt hat, dass Experten diese Trasse als die beste für die Gemeinde bewertet haben.

ÖVP: „Zustand im Zentrum untragbar“

„Wir sind ja alle keine ausgebildeten Verkehrsplaner und müssen uns da schon auf die Experten verlassen. Ja, wir halten an der Umfahrung fest und hoffen auf eine Verordnung der Trasse über den Julianaberg. Der Ortskern muss entlastet werden, der Zustand im Zentrum ist untragbar. Natürlich unter größtmöglichem Schutz der Anrainer“, so Gemeindevorstand Parteiobfrau Petra Baumgartner von der ÖVP.


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Gastuser
Gastuser
02.06.2018 10:41

Umfahrung auf österreichisch

Umfahrung bauen, Geschäfte siedeln sich dort an (meiste Kundschaft) und wandern aus dem Ortskern ab, Häuser bauen sich an die Umfahrung da neu erschlossenes Bauland, Umfahrung bekommt Tempolimit, Umfahrung ist plötzlich mitten im Siedlungsgebiet, Lärmschutzwände,.... neue Umfahrung planen... Wäre vielleicht besser die vielen vielen Millionen in was zu investieren, dass den Verkehr weniger macht. Um das Geld könnte man wahrscheinlich einige Häuser im Zentrum kaufen und die Fahrspur so breit machen, damit Radfahrer, Fußgänger und Autos gut leben können und die Häuser an der Straße bekommen gratis Fenster mit integrierter Raumlüftung.... und als nächstes überdachen wir den ganzen Marktplatz, da gabs doch mal einen Plan dafür in Neuhofen ;-)