Ehemaliger Grün-Mandatar hat eigene Partei gegründet
LEONDING. Johann Katstaller ist im Jahre 2012 in die Leondinger Kommunalpolitik eingestiegen und wurde bei der Gemeinderatswahl 2015 als Nummer drei der Partei in den Gemeinderat gewählt. Mit Anfang Oktober ist Katstaller auf eigenen Wunsch aus der Fraktion der Grünen Leonding ausgeschieden.

„Meine Vorstellung damals war, etwas für meine Heimatgemeinde tun zu können und dazu beitragen zu können, dass sich Leonding im Sinne seiner Bewohner weiterentwickelt, dass man hier gut leben, arbeiten und auch seine Freizeit genießen kann“, so Johann Katstaller, der ankündigte, seine Pflichten als freier Gemeinderat bis zur Neuwahl im kommenden Jahr wahrzunehmen.
„Leider musste ich einen großen Teil meiner nicht geringen Zeitinvestition für andere Zwecke verwenden. Für Termine, die größtenteils außerhalb von Leonding lagen. Für Bezirksangelegenheiten, für Landesangelegenheiten, für Resolutionen, für Plakatierungen, Wahlkämpfe, Seminaren und Zusammenkünfte“, so Katstaller.
Partei „Für Leonding“
Katstaller zieht sich jedoch nicht aus der Stadtpolitik zurück – im Gegenteil. „Ich möchte meine politische Zukunft mit einer Gruppe von Leondingern verbringen, denen die Weiterentwicklung von Leonding ebenso wichtig ist wie mir“, so Katstaller, der weiter ausführt, dass er mit Personen zusammenarbeiten möchte „deren Bestreben es nicht ist, den Gemeinderat vor allem als Sprungbrett in den Nationalrat, Landesrat oder Bundesrat zu sehen.“
Eine Kritik an seiner ehemaligen Fraktion, die Stadtrat Sven Schwerer jedoch nicht nachvollziehen kann: „Für uns Grüne Leonding ist es ganz normal und konstruktiv, wenn es verschiedene Meinungen innerhalb der Fraktion gibt. Genau aus dem Grund sind demokratische Prozesse erfunden worden, dass man sich auf die beste Lösung einigt. Wir haben die Arbeit von Johann trotzdem immer sehr geschätzt.“
Unabhängigkeit wichtig
Die Partei „Für Leonding“ wurde beim Innenministerium gemeldet und ist inzwischen bestätigt. „Wir sind unabhängig von anderen Parteien, von Organisationen privater oder politischer Prägung. Wir werden von den Menschen unterstützt, die sich eine lebenswerte Stadt wünschen und uns vertrauen“, so Katstaller, der sich besonders der nachhaltigen Stadtentwicklung mit möglichst vielen Grünflächen widmen möchte.


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