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OFTERING. Dietmar Lackner ist seit mittlerweile acht Jahren Bürgermeister von Oftering. Im Gespräch mit Tips spricht er über Klimaschutz, Oftering als Wohngemeinde und das leidige Thema Verkehr im Ort.

Ofterings Bürgermeister Dietmar Lackner (Foto: Tips)
Ofterings Bürgermeister Dietmar Lackner (Foto: Tips)

Tips: Welche heißen Eisen werden gerade angepackt?

Dietmar Lackner: Aktuell wird das Thema Verkehr im baulichen Sinne behandelt. In der Hausleitenerstraße gibt es eine Parkettsanierung und Neugestaltung des Straßenbereichs. Wir versuchen dort auch durch straßengestalterische Maßnahmen den Verkehr etwas zu beruhigen, da eine 30er-Zone im Gemeinderat keine Mehrheit gefunden hat. Zusätzlich wird auf der Paschinger Landesstraße der Ortseingang Hausleiten verkehrsberuhigt wird.

Tips: Was ist genau geplant?

Lackner: Dort wird es zu einer massiven Verschwenkung der Fahrbahn vor der Ortseinfahrt kommen, um das Tempo in den Ort hinein wirklich zu drosseln. Vor allem, um den Kindern einen sicheren Weg in die Schule zu garantieren. Das Projekt ist fix eingetaktet sowie finanziert und wird von der Straßenmeisterei Eferding frühestens im Herbst bzw. Anfang nächsten Jahres durchgeführt.

Tips: Ist Rasen generell ein Problem in der Gemeinde? Lackner: Wir haben jetzt an allen Ortseingängen fixe Geschwindigkeitsmessanlagen installiert und zusätzliche eine mobile Anlage angeschafft, um den Verkehr deutlich einzubremsen und das Bewusstsein der Autofahrer zu stärken, da teilweise wirklich gerast wurde. Und laut ersten Rückmeldungen aus der Bevölkerung ist die subjektive Wahrnehmung, dass merkbar langsamer gefahren wird und es hilft.

Tips: Wie kann das Verkehrsproblem in den Griff bekommen werden?

Lackner: Bei einer Verkehrszählung wurden im Zentrum 9.500 Fahrzeuge am Tag gezählt. Im Vergleich zu vor zehn Jahren ist das ein massiver Anstieg um mehr als 50 Prozent. Das hängt auch mit der Stausituation auf der B1 zusammen. Wenn der vierspurige Ausbau zwischen Hörsching und Marchtrenk abgeschlossen ist, hoffen wir auf eine spürbare Besserung der Situation.

Tips: Könnte der Westbahn-Ausbau die Situation erleichtern?

Lackner: Der Ausbau hat den Vorteil, dass dann zwischen Linz und Wels großteils im Halbstundentakt gefahren wird und endlich eine Beförderung rund um die Uhr gewährleistet ist.

Tips: Wie steht es um das Budget der Gemeinde?

Lackner: Wir sind sehr froh mit Almi und Elmet zwei so innovative und auch gesunde Leitbetriebe in der Gemeinde zu haben. 2018 und 2019 ist erstmals seit 1945 ein ausgeglichener Haushalt gelungen. Wir wollen den sparsamen, effizienten Weg der letzten Jahre weitergehen, in dem wir trotzdem viel für die Bevölkerung geschafft haben.

Tips: Wie wird sich die Gemeinde weiterhin entwickeln?

Lackner: Oftering ist völlig ausverkauft derzeit. Es gibt also weder Grundstücke noch Häuser. Auch die Wohnungsbelegung ist bei fast 100 Prozent. Potential zum Wachstum wäre da, es gibt auch viele Anfragen. Mittelfristig wollen wir aber auf nicht mehr als 2.400 Einwohner wachsen. Viel mehr würde unsere Infrastruktur – ohne grobe Anstrengungen – nicht verkraften.

Tips: Was wird zum Thema Klimaschutz alles getan?

Lackner: Wir sind schon seit mehr als zehn Jahren Klimabündnisgemeinde. Wir haben die öffentlichen Gebäude – sofern das schon möglich war – thermisch saniert, um den CO2-Ausstoß über das Heizen zu reduzieren. Auch die verstärkte Nutzung der Sonnenenergie wird beim Tausch der Heizanlage in der Volksschule ein Thema werden. Wir werden versuchen dort erneuerbare Energie so gut wie möglich einzusetzen. Auch durch die durchgehende 30er-Zonen in den Siedlungsgebieten können durch verringerte Geschwindigkeiten Emissionen herabgesetzt werden.


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