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HÖRSCHING/OÖ. Die oberösterreichische Automotive-Branche – also Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Wirtschafts- und Forschungspolitik – sorgt mit mehr als 31.000 Beschäftigten für 11,6 Milliarden Euro Umsatz. Bemerkenswert auch die indirekten Effekte: Ein Euro Umsatz in der Branche löst 1,7 Euro Gesamtumsatz aus, ein Job in den oö. Automotive-Unternehmen sichert insgesamt 2,7 Jobs.

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (l.) und Stefan Bogner, Sprecher der Geschäftsführung Wacker Neuson Linz GmbH. (Foto: Land OÖ/Andreas Krenn)

„Damit steht die Automotive-Branche direkt und indirekt für einen Umsatz von 19,8 Milliarden Euro. Zugleich sichert sie rund 87.000 Jobs in OÖ. Das zeigt ganz klar auf, dass die Automotive-Branche ein Motor für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Bundesland ist. Umso wichtiger ist es, die betreffenden Unternehmen bei der Transformation in Richtung nachhaltige Mobilität zu unterstützen“, unterstreicht Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner.

„Mit unserer Initiative ‚Future Mobility Region‘ wollen wir diese Kompetenzen weiter ausbauen und künftig auch international noch stärker positionieren. Eine tiefgehende Analyse hat gezeigt, dass Oberösterreichs Unternehmen und Forschungseinrichtungen praktisch alle Kompetenzen für die Entwicklung und Fertigung nachhaltiger Fahrzeugkonzepte für Nutz- und Sonderfahrzeuge in einem Umkreis von 50 Kilometern vereinen“, hebt der Landesrat hervor. Das Land OÖ fördert hier in den nächsten Jahren Projekte mit einem Gesamtvolumen von elf Millionen Euro. Die Landesförderungen betragen insgesamt neun Millionen Euro.

Kompetenzen für nachhaltige Konzepte

Die Branche stehe jedoch vor großen Herausforderungen: Während die bestehenden Geschäftsfelder aktuell noch erfolgreich sind, müssen sich die Unternehmen bereits auf neue Trends wie Nachhaltigkeit, alternative Antriebe, neue Materialien und Produktionsverfahren einstellen und dabei die richtigen Prioritäten setzen. Um diese Prioritäten auch für Wirtschafts- und Forschungspolitik abzuleiten, wurde bereits im Auftrag von Land OÖ und der oö. Standortagentur Business Upper Austria vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe eine „Standortstudie Automotive“ für OÖ erstellt.

„Die Analyse zeigt die Herausforderungen, aber auch große Chancen für die heimische Automotive-Branche auf. Mit einem Fokus auf die vorhandenen Stärken sollen auch künftige Wachstumspotenziale erschlossen werden. Entscheidend wird sein, sich laufend und flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen einzustellen. Daher werden auch in unserer Standortpolitik die detaillierten Maßnahmen und Aktivitäten auf Basis der erarbeiteten Handlungsfelder immer wieder neu definiert“, so Achleitner.

Future Mobility Region

Für den Standort ergeben sich daraus mehrere Handlungsfelder – beispielsweise die technologische Entwicklung im Bereich neue Antriebe und die Diversifizierung und Internationalisierung der Märkte und Marktteilnehmer. „Eine klare Stärke des Standorts Oberösterreich ist, dass die gesamte Wertschöpfungskette im Umkreis von 50 Kilometern vorhanden ist. Wer also nachhaltige Fahrzeugkonzepte vor allem im Bereich Nutz- und Sonderfahrzeuge entwickeln und fertigen will, findet in den heimischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen nahezu alle Kompetenzen dafür“, erklärt Landesrat Achleitner.

Zusätzlich zur laufenden Weiterentwicklung der bestehenden Kompetenzen werden mit neuen Projekten auch gezielt neue Kompetenzen aufgebaut. Schon heute kann etwa mit dem breiten „Zero Emission“-Portfolio an batteriebetriebenen Baugeräten von Wacker Neuson eine typische innerstädtische Baustelle extrem leise und ohne direkte Abgasemissionen betrieben werden.


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