Straßenbenennung zu Ehren der Ukraine - Vorschlag im Leondinger Gemeinderat abgelehnt
LEONDING. Die nächste Straße wird nicht „Straße der Ukraine“ getauft – das hat der Leondinger Gemeinderat in seiner letzten Sitzung mehrheitlich entschieden. Die Grünen Leonding bedauern die Ablehnung ihres Antrags, Obmann Lukas Linemayr kritisiert vor allem die „fragwürdige Haltung“ der SPÖ.

Straßennamen können ein Zeichen von Andenken und Respekt sein. Deshalb schlugen die Grünen im Leondinger Gemeinderat vor, die nächste Straße zu Ehren der Ukraine zu benennen. Der Antrag wurde mit den Stimmen von MFG, FPÖ, ÖVP und SPÖ mehrheitlich abgelehnt. Lediglich NEOS und die Grünen stimmten für eine „Straße der Ukraine“ in Leonding.
Neutralität kein Hindernis
Die Grünen Leonding positionieren sich mit ihrem Antrag klar auf Seiten der ukrainischen Freiheitskämpfer. „Wer bei Ungerechtigkeit neutral bleibt, steht auf der Seite des Aggressors“, so Fraktionsobmann Lukas Linemayr. Der Kampf der Ukraine für demokratische Werte sei laut Linemayr absolut beispiellos, außerdem sollte sich Europa entschieden und vereint gegen Kriegsverbrecher stellen.
Österreichs Neutralität steht bei der Unterstützung der Ukraine nicht im Weg: Nicht nur humanitäre Hilfe sondern auch moralische Statements sind von Bedeutung. „Wir hätten bereits viel mehr tun können, eine einfache Straßenbenennung wäre nur ein kleiner Schritt“, sagt Linemayr. Dass selbst dies verhindert wurde, zeige die fragliche Einstellung von SPÖ, ÖVP & Co zum ukrainischen Freiheitskampf.


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