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B139 neu und Autobahnknoten: Ansfeldens Bürgermeister fordert „endlich Baustart“

David Ramaseder, 28.02.2024 07:41

ANSFELDEN. Der positive Umweltverträglichkeitsbescheid (UVP) für den Bau der B139 Neu samt neuer Anschlussstelle war der Startschuss für dieses Jahrhundertprojekt. Wann jedoch mit dessen Bau begonnen werden kann, ist noch unklar und ist davon abhängig, wie mit den Einsprüchen des Umweltanwaltes und der Organisation „Grüngürtel statt Westspange“ umgegangen wird.

Bürgermeister Christian Partoll (l.) mit Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner. (Foto: Stadtgemeinde Ansfelden)

Zweite stößt Bürgermeister Christian Partoll besonders sauer auf, habe doch die in Steyr ansässige Organisation mit Ansfelden wahrlich nichts zu tun. Aufgrund der täglichen Staus und der Unfallhäufigkeit ist es für den Baubeginn laut Stadtchef nicht „5 vor 12“, sondern „5 nach 12“.

Täglich Automassen

„Seit 70 Jahren stauen sich über 26.000 Fahrzeuge täglich über die Umfahrung und gar bis zu 100.000 über die Autobahnabfahrt, die noch immer und seit über 60 Jahren ein Provisorium darstellt. Eine Autobahnabfahrt mit Verkehrszahlen in dieser Dimension mitten durch das Stadtgebiet ist in Österreich wirklich einzigartig und für die sechstgrößte Stadt Oberösterreichs nicht noch länger tragbar“, drängt Partoll, das Projekt nicht weiter zu verschleppen. Als Provisorium geplant und gebaut, ist sie bis heute gekommen um zu bleiben.

„Der Verkehr muss endlich vom Stadtzentrum von Haid auf die neue Umfahrung verlagert werden. Wir brauchen jetzt mehr Verkehrssicherheit, weniger Staus, mehr Verkehrsfluss und endlich eine zeitgemäße Verkehrslösung für unsere Stadt, aber auch die ganze Region“, so Ansfeldens Bürgermeister. Jetzt, wo die neue Umfahrung Haid auf der Zielgeraden ist, müsse man endlich ins Tun kommen. Verhinderungstaktiken sollten im Jahr 2024 nichts mehr verloren haben. „So nah wie jetzt standen wir noch nie vor einer Realisierung. Das ist uns vor allem durch die gute Kooperation mit dem Land Oberösterreich und vor allem Landesrat Günther Steinkellner und der ASFINAG gelungen“, sagt Partoll.

Umweltanwaltschaft stellt Forderungen

Umweltanwalt Martin Donat betont auf Tips-Nachfrage die Notwendigkeit eines Anschlusses. Bei der Umfahrung sei es wichtig, die Raumordnung zu berücksichtigen, insbesondere innerhalb von Wohngebieten und mit einem Grünkorridor auf der Puckinger Seite. Zwei Hauptanliegen sind die Lärmbelastung im Naherholungsgebiet entlang der Traunauen und die Forderung nach einem bestockten Lärmschutzwall. Weiterhin spricht er sich für eine sinnvolle Bepflanzung entlang der Trasse aus, um eine unkontrollierte Siedlungsentwicklung zu verhindern.

Partoll stellt dem gegenüber, dass das Naturgebiet „Wasserwald“ nachhaltig erhalten bleibe und auch ein Photovoltaikprojekt neben der Straße realisiert werden solle. Vom verstärkten Lärmschutz ganz abgesehen. Die Leidtragenden seien jedenfalls nicht nur Menschen aus Ansfelden, sondern im gesamten Bezirk. „Kaum jemand, der sich in Österreich auf Autobahnen bewegt, ist noch nicht auf der „stärkst befahrenen Autobahn Österreichs“ in Ansfelden gefahren. Und so sorgt nicht nur die Autobahnabfahrt mit dem Namen „Traun“ für Verwirrung, sondern auch die zentrale Abfahrt mitten durch ein Stadtzentrum“, will der Bürgermeister nicht mehr länger auf einen Baustart warten.

„Es brauche daher vorgestern endlich eine Entlastung für eine ganze Region. Verständnis für weitere Verzögerungen hat wohl niemand mehr. Und das kann weder im Sinne der Stadt, noch im Sinne der Kritiker sein. Wer mich kennt weiß, dass ich immer das Gespräch suche“, so Bürgermeister Partoll, der in den nächsten Wochen auch mit den beiden Organisationen ins Gespräch kommen will.

Kampfansage von Partoll

„Ich werde mich dafür mit voller Kraft einsetzen, auch die letzten Kritiker von diesem tollen Projekt zu überzeugen. Kommen wir jetzt gemeinsam ins Handeln: Diskutiert wurde jetzt lange genug. Nicht Verhindern, sondern Anpacken und Realisieren: Das ist nicht nur meine Mission, sondern auch der Wunsch einer ganzen Region“, so der Ansfeldner Bürgermeister abschließend.


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