Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

HÖRSCHING/OÖ. Der Militärkommandant von Oberösterreich, Dieter Muhr, gewährt Einblicke in die aktuelle Situation und die geplanten Entwicklungen am Fliegerhorst Vogler. Mit bevorstehenden Pensionierungen und der Aussicht auf modernes Gerät stellt sich die Frage nach der Personalsituation.

Militärkommandant OÖ, Dieter Muhr (Foto: Mario Berger)
Militärkommandant OÖ, Dieter Muhr (Foto: Mario Berger)

Muhr betont, dass der Fliegerhorst Vogler derzeit seine Aufgaben erfolgreich erfüllt, aber angesichts bevorstehender Neuerungen auch vor Herausforderungen steht. „Wir sollen bald neues Gerät erhalten, wie Transportflugzeuge, Düsentrainer, Hubschrauber, Drohnen und viele neue Fahrzeuge. Damit wir das bedienen können, werden wir einerseits umschulen müssen und zusätzliches Personal brauchen“, erklärt der OÖ Militärkommandant. Bundesministerin Klaudia Tanner setze sich zudem für höhere Entlohnungen und Prämien ein, um den Einstieg beim Bundesheer attraktiver zu gestalten.

Assistenzeinsätze bringen Herausforderungen

FPÖ-Landesparteisekretär und Wehrsprecher Michael Gruber weist darauf hin, dass das Bundesheer vor der Situation steht, sowohl Grenzeinsätze als auch Auslandseinsätze parallel durchzuführen und ortet hier eine Überlastung der Truppe. Für Muhr steckt hier ein wahrer Kern in der Aussage, da Assistenzeinsätze auf Anforderung von Behörden geleistet werden, die normalen Aufgaben jedoch weiter durchgeführt werden müssen. Jedoch könne in so einem Fall Unterstützung von anderen Bundesländern angefordert werden. „Auslandseinsätze sind immer eine Herausforderung. Wir bewältigen sie, weil die Truppe weiß, wann sie drankommt, sich darauf einstellt und viele Milizsoldaten mitgehen“, so Muhr. Er betont dabei die Bedeutung von innerem Zusammenhalt, Kameradschaft und der Unterstützung der Familien.

An Attraktivität gewonnen

Auf die Frage, ob Teiltauglichkeit ein sinnvolles Steuerungsinstrument für den Wehrdienst sein kann, erklärt Muhr: „Wir haben derzeit Krieg in Europa. Der Wehrdienst hat enorm an Stellenwert gewonnen und ist somit unvergleichlich geworden.“ Er betont die Wichtigkeit der Unterstützung für jene, die bereit sind, das Land zu verteidigen. „Etwa zwei Prozent der Stellungspflichtigen in Oberösterreich sind teiltauglich. Die meisten davon entscheiden sich für den Zivildienst. Diejenigen, die den Wehrdienst leisten, werden meist in der Verwaltung eingesetzt“, so der Militärkommandant. In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit gibt Muhr an, dass bereits umfassende Informationsveranstaltungen stattfinden und Lehrer in Oberösterreich zusätzlich geschult werden.

Drohnenabwehr geplant

Muhr sieht die laufende Strukturreform als notwendig an und betont die Anpassung des Bundesheeres an die aktuelle geopolitische Lage. Im Zuge dessen informiert er auch über die geplante Stationierung der Drohnenabwehr ab 2026 in Hörsching. Zudem werden die vier neuen C-390 Embraer Transportflugzeuge auf dem Fliegerhorst ihre Heimat haben. „Die neue Werft, die Lager und das Abfertigungsgebäude für die Transportflugzeuge sind Teil der Planungen, genauso wie die Hangars, Lager und Gebäude, die für die angekündigten zwölf Stück Blackhawk Hubschrauber erforderlich sein werden. Dazu kommt die Infrastruktur für die geplanten Nachfolger der Saab 105, die als Advanced Jettrainer bezeichnet werden“, informiert Muhr.

Modernisierung als Trumpf

Auf die Frage nach der Attraktivität des Standorts für zukünftiges Personal antwortet Muhr klar: „Mit einem vernünftigen Angebot für den Wehrdienst, einer modernen Ausrüstung und der Anerkennung des Landes und seiner Bevölkerung brauche ich mir keine Gedanken wegen des Personals zu machen. Die Rahmenbedingungen für die Abhaltewirkung sind im Entstehen.“ Insgesamt zeigt sich, dass der Fliegerhorst Vogler vor wichtigen Veränderungen steht, die sowohl die Infrastruktur als auch das Personal betreffen. Die Modernisierung und die Sicherung des Verteidigungswillens Österreichs stehen dabei im Mittelpunkt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Linz-Land öffnet Betrieben neue Wege zu Fachkräften

Linz-Land öffnet Betrieben neue Wege zu Fachkräften

LINZ-LAND. Fachkräfte werden gesucht – und manche Talente bleiben in üblichen Bewerbungsverfahren oft unentdeckt. Bei der inklusiven Job- ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Traun deckt 14 Prozent des Gesamtverbrauchs mit Sonnenstrom

Traun deckt 14 Prozent des Gesamtverbrauchs mit Sonnenstrom

TRAUN. Die Photovoltaik-Anlagen der Stadt Traun haben innerhalb eines Jahres rund 128.000 Euro netto eingespart. Von August 2025 bis Juli 2026 ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Vom Lehrling an die Spitze der WKO Linz-Land

Vom Lehrling an die Spitze der WKO Linz-Land

ENNS. Vor 20 Jahren stieg Jürgen Kapeller in den Familienbetrieb ein. Heute ist der Ennser Obmann der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKO) ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Vereine vernetzen sich in Enns

Vereine vernetzen sich in Enns

ENNS. Mehr als 90 Vereine gibt es in Enns. Sie bringen Menschen zusammen, organisieren Veranstaltungen und leisten wertvolle ehrenamtliche Arbeit. ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Ennser Klavierhaus feiert Jubiläum und fördert Nachwuchs

Ennser Klavierhaus feiert Jubiläum und fördert Nachwuchs

ENNS. Das Klavierhaus Weinberger feiert heuer sein 35-jähriges Bestehen und verbindet das Jubiläum mit einer Aktion für den musikalischen ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Spiel, Spaß und Sonnenschein in Pucking

Spiel, Spaß und Sonnenschein in Pucking

PUCKING. Über 75 Kinder sowie zahlreiche Eltern und Großeltern besuchten das Familienfest der FPÖ Pucking in Sammersdorf. Nach einem regnerischen ...

Tips - total regionalDavid Ramaseder
Weitere Beiträge