Ennshafen: Weniger Umschlag, aber kein Stillstand
ENNS. Der Ennshafen hat 2025 ein herausforderndes Jahr hinter sich. Der Wasser-/Land-Umschlag sank auf 380.000 Tonnen und lag damit um 24 Prozent unter dem Vorjahr. Gründe dafür waren die angespannte geopolitische Lage, klimabedingte Ernterückgänge und eine schwache Konjunktur. Ein deutliches Plus gab es hingegen im Containerbereich.
Besonders der Getreideumschlag ging zurück, während Holz, Düngemittel und Magnesit zulegen konnten. Viele Betriebe setzten verstärkt auf die Bahn, was die Bedeutung des Standorts für nachhaltige Logistik unterstreicht. Auch mehrere Schwergutverladungen, darunter Mühlenrohre der Firma Cemtec, wurden abgewickelt.
Das Containerterminal Enns steigerte sein Volumen auf 376.000 TEU. Investitionen in zusätzliche Geräte erhöhten die Flexibilität im Betrieb.
Bewegung zeigte sich auch bei den Betriebsansiedlungen. Im Verteilzentrum der Österreichischen Post AG herrscht wieder Betrieb, während Bernegger gemeinsam mit ARA und „Der Grüne Punkt“ rund 35 Millionen Euro in eine neue Kunststoff-Recyclinganlage investiert. Panattoni eröffnete den Panattoni Park Ennshafen, erster Mieter ist Rosenbauer. Im Wirtschaftspark ecoplus befinden sich weitere Projekte in Planung, und Lithos Natural erweitert seine Firmenzentrale.
Gleichzeitig waren auch Rückschläge zu verzeichnen: Panasonic und trèves perfoam stellten die Produktion ein, Bergs verkaufte den Betrieb. trèves perfoam bleibt dem Standort dennoch treu und verlegt sein Vertriebs- und Entwicklungszentrum an den Ennshafen.
Trotz Gegenwinds bleibt der Ennshafen ein Ort des Wandels – mit freien Flächen, neuen Chancen und einer Infrastruktur, die weiter gefragt ist.
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