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LINZ. In einer gemeinsamen Schwerpunktaktion von Erhebungsdienst, Ordnungsdienst und Polizei räumten die Organisationen zwei illegale Bettlerlager in der Nähe des Bulgariplatzes. Dabei kam es auch zu einer Attacke mit einem Holzprügel.

Die massiven Müllablagerungen entsorgen die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung. Symbolfoto: Andrii Repetii/Shutterstock.com

Zwei Bettlerlager mit insgesamt 39 Personen räumte der Erhebungsdienst gemeinsam mit einem Team des Ordnungsdienstes und acht Polizisten der Polizeiinspektion Lenaupark Anfang August. Die illegalen Lager befanden sich im Bereich der Unterführungen Wiener Straße 125 und Oberfeldstraße, im ehemaligen Eisenbahntunnel unter der A7. Gegenstände lagen auf öffentlichen Verkehrsflächen, sodass die Radfahrer behindert wurden.

Mit Holzprügel attaktiert

Bei der Personenkontrolle konnten mehrere Strafbescheide übergeben werden. Die Anwesenheit der Exekutive war auch bei dieser Schwerpunktaktionen wieder von besonderer Bedeutung: Die Reaktion der Menschen ist nicht immer friedlich. Dieses Mal ging ein Mann mit einem Holzprügel auf die Beamten los. Insgesamt zwölf Kinder gehörten zu den Gruppen, darunter drei Babys. Bei der Kontrolle der Brücken beim Chemiekreisverkehr wurde ein verlassenes Lager entdeckt. Hier wird in den nächsten Tagen verstärkt kontrolliert.

Zahl der Lager massiv angestiegen

Alleine im Juli räumten die Einsatzkräfte 16 Bettlerlager mit 102 Personen, darunter 42 Kinder. Generell drängen vermehrt Bettlerinnen und Bettler in die Stadt. Heuer wurden bereits so viele Lager vorgefunden, wie im gesamten Vorjahr. Stark angestiegen ist die Anzahl der erwachsenen Personen – im Jahr 2018 waren es 160, heuer bereits 265. Die Anzahl der Kinder hat sich fast verdoppelt, von 39 im Vorjahr auf bisher 74 in diesem Jahr.

„Illegale Bettelei ist kein rein österreichisches und schon gar kein ausschließliches Linzer Problem. Die meisten größeren Städte leiden darunter. Ich erwarte mir daher von der Europäischen Union, dass zeitnah eine europaweite Lösung gefunden wird. Die hohen Fallzahlen zeigen die Notwendigkeit der Räumungen und den Fleiß unserer Mitarbeiter. Ich habe daher Erhebungsdienst und Ordnungsdienst angewiesen, in Zukunft noch mehr zu kontrollieren und einzuschreiten und danke ihnen für ihre oft schwierigen Einsätze“, erklärt Sicherheitsstadtrat Michael Raml. 

Die massiven Müllablagerungen entsorgen die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung.


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Kritik
Kritik
08.08.2019 10:20

Hass gegen die, die eh schon am Rande der Gesellschaft stehe

Wurde da einfach eine FPÖ-Aussendung übernommen, oder wie kommt solch ein Artikel zustande? Mit solch einseitiger Berichterstattung wird Hass geschürt. Noch dazu Hass gegen die, die eh schon am Rande der Gesellschaft stehen.