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Online Redaktion, 21.07.2022 11:02

LINZ. Wie die Polizei mitteilt, wurde von einem Unbekannten gedroht, den Linzer Hauptbahnhof in die Luft zu sprengen. Die Spur führte zu einem 16-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land. Der Jugendliche gibt aber an, dass sein Handy gehackt worden sei und er nicht verantwortlich ist. Die Ermittlungen laufen. UPDATE: der 16-Jährige konnte mittlerweile entlastet werden, teilt die Polizei mit.

Hauptbahnhof Linz - Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)
Hauptbahnhof Linz - Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)

Am 19. Juli gegen 13 Uhr ging bei drei Polizeiinspektionen in Linz ein Anruf ein, bei dem ein Unbekannter drohte, den Bahnhof in die Luft zu sprengen. Die Polizei begann sofort mit umfangreichen Ermittlungen. Mittels Standortpeilung des Handys, mit dem die Anrufe erfolgt sind, kamen die Polizisten auf einen 16-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land.

Hausdurchsuchung

An der Wohnadresse des Jugendlichen wurde eine durch die Staatsanwaltschaft Linz angeordnete Hausdurchsuchung vorgenommen, bei der mehrere elektronische Beweismittel sichergestellt wurden. Sprengstoff konnte auch vom eigens dafür ausgebildeten Polizei-Diensthund keiner gefunden werden.

Handy soll gehackt worden sein

Bei der Einvernahme zeigte sich der Jugendliche nicht geständig und gab laut Polizei an, dass offensichtlich ein Fernzugriff auf sein Mobiltelefon erfolgt und ein Unbekannter für die Drohungen verantwortlich sei. Ihm sei dies zuvor auch in einer Sprach-Chat-App angekündigt worden. Der 16-Jährige ist wieder zu Hause. Die Ermittlungen laufen.

Update: 16-Jähriger entlastet

Nach Vorliegen des Ergebnisses der Rufdatenauswertung vom Handy des 16-Jährigen kann dieser laut Polizei als Beschuldigter ausgeschlossen werden. Die Polizei berichtigt zudem die zeitlichen Angaben: Die Drohanrufe haben nicht am 19. Juli gegen 13 Uhr stattgefunden, sondern am 19. Juli um 22.30 Uhr. Die angekündigte Tat sollte am 20. Juli um 13 Uhr passieren.

Der 16-Jährige führte das letzte Telefonat mit seinem Handy einige Zeit vor den Drohanrufen. Die Polizei geht davon aus, dass unbekannte Täter die Telefonnummer des Jugendlichen missbraucht haben. Die Ermittlungen laufen weiter.


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