"Wasted": AMRO-Festival 2016 schafft Bewusstsein
LINZ. Von 25. bis 28. Mai geht das Festival AMRO - Art Meets Radical Openness 2016 über die Bühne.Unter dem Titel „Waste(d)!“ beschäftigt sich das Festival dieses Jahr mit der notwendigen Bewusstseinsbildung zum Umgang mit elektronischem Müll und dem ungewissen Verbleib persönlicher Daten. Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Konzerte und Performances sind zu erleben, im afo architekturforum oö (Herbert-Bayer-Platz 1), im KunstRaum Goethestraße und in der Stadtwerkstatt.

Art Meets Radical Openness (AMRO) ist ein biennal stattfindendes Festival in Linz, das angesichts der Entwicklung von digitaler Kultur, Kunst, Alltag, Bildung und Politik und aktivem Handeln neue Herausforderungen erörtert und diskutiert. AMRO ist geprägt vom Gedanken der Freien-Software-Bewegung. Dieses Verständnis bildet eine wesentliche Grundlage bei der Auswahl von Beiträgen, die Software und Hardware verwenden.
AMRO ist kostenfrei zugänglich. Das diesjährige Festival widmet sich dem Thema „Waste(d)!“ Neben der notwendigen Bewusstseinsbildung zum alltäglichen Umgang mit elektronischem Müll und dem ungewissen Verbleib und der kommerziellen Verwertung persönlicher Daten verfolgt servus.at als Veranstaltungsorganisation auch regionale Ziele. AMRO 2016 macht die breit gefächerte Kompetenz des in der Linzer Stadtwerkstatt ansässigen Netzkulturzentrumssichtbar und streicht auch dessen wichtigen Stellenwert für Linz als UNESCO City of Media Arts sowie im Rahmen der Open Commons Region heraus.
AMRO 2016 umfasst eine Ausstellung, Vorträge, Workshops, Konzerte und Performances.
Ausstellung: Behind the smart world
Agbogbloshie ist ein Stadtteil der Millionenmetropole Accra im westafrikanischen Ghana. Hier befindet sich eine der größten Elektro-Müllhalden. 22 nach Österreich zurückgebrachte Festplatten bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung. Neben den materiellen und ausbeuterischen Schattenseiten des schmutzigen Geschäfts mit elektronischem Müll, sammelt die Ausstellung künstlerische Positionen, die sich mit dem Wert digitaler Information und der konstanten Produktion von Daten beschäftigen. Das Sichern, Löschen und Wiederherstellen von Information ist Teil des Alltags.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 25. Mai, 19.30 Uhr im KunstRaum Goethestrasse xtd, (Goethestraße 36, 4020 Linz). Zu sehen ist die Ausstellung bis 10. Juni.
Vorträge, Workshops, Konzerte und Performances
Auch 2016 ist es wieder gelungen interessante und aussagekräftige Experten für eine Vielzahl von Vorträgen und Workshops zu gewinnen. Die Beiträge widmen sich wichtigen Aspekten der als zunehmend komplex wahrgenommenen Bedingungen der digitalen Infosphäre. Denn tatsächlich haben die Menschen längst die Kontrolle darüber verloren, welche Informationen sie bewusst oder unbewusst produzieren. Die Vorgänge des Sicherns, Löschens und der Wiederherstellung von Daten haben sich weitgehend verselbständigt, werden überwacht und dienen immer öfter auch als Grundlage für eine lukrative Geschäftemacherei.
In den Vorträgen und Workshops stehen daher Fragen und Überlegungen im Vordergrund, die insbesondere die reale Auswirkung dieses kulturellen Wandels auf das alltägliche Leben und das soziale Verhalten untersuchen sollen.
Das Programm findet von Donnerstag, 26. bis Samstag, 28. Mai statt, im afo architekturforum oberösterreich, (Herbert-Bayer-Platz 1) und in der Stadtwerkstatt (Kirchengasse 4).
Nähere Informationen und das genaue Programm gibt's unter www.radical-opennes.org.


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