Tribüne Linz: Saisonstart mit "Jugend ohne Gott" und "Andorra"
LINZ. In die neue Saison gestartet ist die Tribüne Linz - Theater am Südbahnhofmarkt. Im Vordergrund des Programms stehen Stücke, deren Inhalt auch jetzt noch top-aktuell ist.

Am Mittwoch, 28. September, feiert „Andorra“ Premiere, ein Theaterstück in zwölf Bildern von Max Frisch. Diskriminierung, Verfolgung - die Zwangsläufigkeit, mit der im „fiktiven“ Kleinstaat Andorra nicht nur Andri, sondern auch seine ganze Familie zerstört wird, ist beklemmend. Frisch zeigt in diesem Stück die fatale Wirkung von Vorurteilen und Sündenbock-Mentalität. Zu sehen bis 25. Oktober.
„Jugend ohne Gott“
Bereits Premiere feierte „Jugend ohne Gott“, nach dem Roman von Ödön von Horváth. Erschreckend aktuell ist auch der Inhalt dieses Sozialdramas und Kriminalgeschichte in einem, in dem ein humanistisch gesinnter Lehrer dem Alltag in einer faschistischen Diktatur gegenübersteht. Fünf Darsteller übernehmen in der Inszenierung von Cornelia Metschitzer insgesamt 30 Rollen, wobei Rudi Müllehner im Hauptpart als Lehrer bzw. als Ich-Erzähler glänzt. Untermalt wird das Stück - mit Bühnenbild aus Tischen und Stühlen - durch Foto- und Videoeinspielungen sowie Musik von Pink Floyd. Zu sehen ist das Stück noch bis 19. Oktober.
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