Premiere: Don Giovannis ungezügelte Lust am Musiktheater
LINZ. Die „Oper aller Opern“, Mozarts Don Giovanni, findet man derzeit im Linzer Musiktheater modern inszeniert. Am Samstag, 21. Jänner, wurde bejubelte Premiere gefeiert.

In der selten aufgeführten Fassung der Urauffühung – der Prager Fassung – zeigt das Musiktheater die Komische Oper von Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo Da Ponte. Damit startete der Mozart-Zyklus am Musiktheater. Künftig wird es pro Saison eine Mozart-Inszenierung geben.
Achrainer in der Hauptrolle
Für Linz inszeniert wurde die turbulente Verwechslungs- und Eifersuchtsgeschichte Francois de Carpentries, der Don Giovanni nicht nur als Verführer, sondern auch als Freidenker anlegt. Verkörpert wird dieser vom Aushängeschild des Landestheaters, Bariton Martin Achrainer. Vor zehn Jahren gab er die Rolle schon einmal. Sie sei stimmlich und körperlich eine große Herausforderung: „Don Giovanni hat keinen Moment der Entspannung, ich bin den ganzen Abend auf 150“, erzählt Achrainer.
Humoristische Spitzfindigkeiten, gipfelnd in einem blutrünstigen Finale durchziehen den Abend. Zögerlich wirkten die Stimmen zu Beginn, spätestens im zweiten Akt präsentierten die Sänger ihr volles Spektrum an Können: Geballte und überzeugende Frauenpower und ein fantastischer Don Giovanni, den Achrainer lebendig werden ließ. Der Applaus des Abends ging an das grandiose Bruckner Orchester unter der Leitung eines temperamentvollen Enrico Calesso, der sein Linz-Debut gab.
Hinweis
Zu sehen bis 24. März; Infos und Karten: www.landestheater-linz.at


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