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LINZ. Zum 14. Mal wird Linz wieder zum Zentrum für Filmliebhaber, wenn von Dienstag, 25. bis Sonntag, 30. April das Filmfestival „Crossing Europe“ über die Bühne geht. So vielfältig wie der Filmkontinent Europa ist auch das Programm. Festivalleiterin Christine Dollhofer verspricht ein „virtuelles Interrail-Ticket“ durch Europa.

Hochpolitisch wird‘s bei der Eröffnung mit „Chez Nous - This is our land“. Foto: Filmladen
  1 / 6   Hochpolitisch wird‘s bei der Eröffnung mit „Chez Nous - This is our land“. Foto: Filmladen

Mit handverlesenen gesellschaftspolitischen Filmen und zahlreich anwesenden Filmschaffenden macht Crossing Europe auch dieses Jahr wieder Lust auf unkonventionelles Kino aus Europa.

160 europäische Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus 43 verschiedenen Ländern zählt das diesjährige Programm. Zahlreiche international prämierte Filmhighlights der vergangenen Festivalsaison werden auf den Linzer Leinwänden zu erleben sein, darunter etliche Welt- und internationale Premieren.

Liebeserklärung an Europa

„Crossing Europe möchte Empathie für den Kontinent Europa schaffen, der von vielen Umbrüchen gekennzeichnet ist. Neue Perspektiven von Menschen und Filmschaffenden aus ganz Europa sind zu erleben. Crossing Europe macht Europa mit seinen unterschiedlichsten Kulturräumen und Lebenswelten eine Liebeserklärung“, so Festivalleiterin Christine Dollhofer.

Brisante Themen

Eröffnet wird das Festival am 25. April mit fünf ausgewählten Filmen, die stellvertretend für zentrale Themenstränge des diesjährigen Festivals stehen. So wird es mit „Chez Nous – This is our land“ gleich hochpolitisch, wenn sich Regisseur Lucas Belvaux mit dem französischen Präsidentenwahlkampf auseinandersetzt.

Über ein Jahr lang besucht Vitaly Manksy für seinen Dokumentarfilm „Rodnye“ Angehörige in Russland und der Ukraine und befragt sie zur politischen Lage.

Im Spotlight

Bei der Eröffnung zu sehen ist unter anderem auch „Tereddüt“ der renommierten türkischen Regisseurin Yesim Ustaoglu. Ihr wurde dieses Jahr der neue Schwerpunkt „Spotlight“ gewidmet, insgesamt fünf ihrer Filme laufen im Festivalprogramm. Ihre Filme sind Heimatfilme im umgekehrten Sinn und beschäftigen sich mit heiklen Themen wie dem türkisch-kurdischen Verhältnis oder Zwangsehe.

Tribute

Das diesjährige Tribute ist dem polnischen Filmemacher-Duo Anka und Wilhelm Sasnal gewidmet. Als erstes Festival präsentiert das Crossing Europe eine filmische Gesamtschau der Arbeiten des Künstlerpaares. Eröffnet wird diese mit „The Sun, The Sun Blinded me“ (im Bild). Die beiden sind unter anderem bei einem Directors Talk am 27. April, OK Deck, zu Gast.

Im Wettbewerb werden die Hauptpreise wieder in den drei Kategorien Fiction, Documentary und Local Artists vergeben. Wieder mit dabei sind die etablierten Schienen „Arbeitswelten“, die dieses Jahr unter dem Titel „Was wir tun“ der Sinnstiftung von Arbeit nachgehen, oder „Architektur und Gesellschaft – Gender&Space“ in Kooperation mit dem afo architekturforum OÖ. Dem Fantastischen Film gewidmet ist die Sektion „Nachtsicht“, zum dritten Mal wird auch „Cinema Next Europe“ präsentiert und gibt dabei dem jungen europäischen Filmnachwuchs eine Plattform.

Heimisches Filmschaffen

Wie immer verschafft Crossing Europe der regionalen Filmszene mit der Programmsektion „Local Artists“ eine tolle Plattform. 60 Produktionen, darunter 21 Welt- premieren, geben bei Crossing Europe einen ansprechenden Überblick über das aktuelle oberösterreichische Filmschaffen. Highlights bei den langen Dokumentarfilmen sind hier „Lennox“ von Petra Hinerberger – ein sensibles Portrait über drogenabhängige Menschen oder „Mabacher-#Ungebrochen“ von Stefan Wolner – ein Filmportrait über Martin Habacher, der an der Glasknochenkrankheit leidet.

Für Musikaffine bietet der Musikvideo-Wettbewerb wieder eine tolle Auswahl an 16 heimischen Arbeiten, darunter Mavi Phoenix (die auch beim Nightline live zu hören ist), AVEC, Bilderbuch oder Parov Stelar.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Diskussionsrunden mit Filmschaffenden, Ausstellungen und mehr runden das Festival ab. Bei der Nightline (OK Deck) wird mit guter Musik gefeiert. Mit dabei Mavie Phoenix oder Xiu Xiu.

Das Festivalzentrum befindet sich wieder im OÖ Kulturquartier, Schauplätze: Moviemento, Ursulinensaal, City-Kino, KAPU, AEC. Das gesamte Programm gibt“s auf www.crossing-europe.at. Tickethotline: Tel. 0680/5061506.

Hinweis

Tips verlost 2x2 Freikarten für einen Film nach Wahl.


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