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LINZ. Die gesanglichen Leistungen sowie das Bruckner Orchester konnten bei der Europäischen Erstaufführung von Erich Zeisls „Leonce und Lena“ am Samstagabend in der Blackbox des Linzer Musiktheaters überzeugen, die Inszenierung fand wenig Zustimmung.

Foto: Jörg Metzner
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Die Darsteller bieten tolle stimmliche und schauspielerische Leistungen, besonders Justus Seeger als König Peter vom Reiche Popo, Xiaoke Hu als Prinz Leonce sowie Julia Grüter als Prinzessin Lena können das Publikum begeistern.

Prinz Leonce und Prinzessin Lena sollen heiraten, wollen aber nicht. Beide flüchten und verlieben sich ineinander, ohne sich zu kennen. Die hochemotionale Liebesgeschichte ist voller Ängste, vor dem Leben, der Liebe und den Menschen.

Nicht nur das Bühnenbild mit zwei mobilen Stiegen und acht Gitterwänden auf Rollen war gewöhnungsbedürftig, die Inszenierung gefiel nur wenigen Besuchern. So gab es zum Schluss kräftigen Applaus, für grenzenlose Begeisterung reichte es nicht.

Produktion des OÖ. Opernstudios

Das Lustspiel mit Musik in drei Akten mit Text von Hans Kafka und Hugo F. Königsgarten nach Georg Büchners gleichnamigem Lustspiel ist eine Produktion des Oberösterreichischen Opernstudios in deutscher Sprache. Etwa die Hälfte der Texte wird gesungen, die andere Hälfte gesprochen.

Die Karriere des 1905 in Wien geborenen jüdischen Komponisten Erich Zeisl fand durch die Annexion Österreichs durch die Nationalsozialisten ihr abruptes Ende. Er ging ins amerikanische Exil, wo 1952 sein Lustspiel mit Musik nach Büchners Leonce und Lena uraufgeführt wurde, das er bereits vor seiner Emigration vollendet hatte. Zeisl fand für Büchners verspielt-gehaltvolle Komödie einen Tonfall, der ebenso brillant-spritzig wie gefühlvoll-sensibel ist und Spätromantisches mit einem grotesk-geschärften expressionistischen Klangidiom mischt.

Gespielt wird das Stück noch bis 25. Mai 2017. Da schon mehrere Aufführungen ausverkauft sind, sollte man sich schnell Karten sichern.


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