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LINZ. Von Dienstag, 10. bis Donnerstag, 12. Oktober, finden im Moviemento Linz wieder die „FrauenFilmTage“ statt. Schon zum vierten mal werden in Kooperation mit dem Frauenbüro Linz die Filmtage organisiert, die darauf abzielen Frauen und ihre Leistungen in der männerdominierten Filmbranche sichtbar zu machen.

"Don‘t call me son" Foto: Loco Films
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Frau. Macht. Film.: Filme spiegeln die Gesellschaft wider, können aber mit den Bildern, die sie produzieren, auch auf sie einwirken. Bei den Frauenfilmtagen wird eine Vielzahl an Themen behandelt, gezeigt werden interessante Frauen-Persönlichkeiten in all ihrer Vielfalt und nicht zuletzt auch Widersprüchlichkeit. „Die ausgewählten Filme eröffnen verschiedene Perspektiven auf das Leben von Frauen. Ich wünsche allen interessante und spannende Frauen-Film-Tage“, lädt Frauenstadträtin Eva Schobesberger ein.

Filmperlen zu sehen: „Die göttliche Ordnung“

Los geht's am Dienstag, 10. Oktober, um 18 Uhr mit dem Film „Die göttliche Ordnung“ der Schweizer Filmemacherin Petra Volpe. Zum Inhalt: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Als Nora wieder zu arbeiten anfangen möchte, verweigert ihr Mann ihr die Erlaubnis. Hier erwacht Noras Widerstand! Sie beginnt feministische Literatur zu lesen, enge Jeans und wilden Pony zu tragen und besucht einen Workshop für sexuelle Befreiung. Als sie sich aktiv für das Frauenstimmrecht einsetzt und zu einem Streik aufruft, gerät der Dorf- und Familienfrieden gehörig ins Wanken...

„Meine glückliche Familie“

Um 20 Uhr wird der Film „Meine glückliche Familie“ gezeigt: An ihrem 52. Geburtstag wird der Literaturlehrerin Manana klar, wie unbefriedigend ihre Situation ist. In einer kleinen Familienwohnung lebt sie zusammen mit drei Generationen. Ständig wird sie in Anspruch genommen, doch was sie möchte, fragt keiner. Nicht ihr Mann Soso, nicht ihre Mutter Lamara, nicht ihre verheiratete Tochter Nino. Manana zieht kurzerhand aus. Eine Erklärung dafür bleibt sie schuldig. Die Familie ist schockiert. Was sollen die Leute sagen? In ihrer neuen Wohnung kann Manana endlich durchatmen... (DE/GE 2017, Regie: Nana Ekvtimishvili und Simon Gross).

„Girl's don't fly“

Am Mittwoch, 11. Oktober, 18 Uhr, zeigt das Moviemento den Film „Girl's don't fly“ der Weinerin Monika Grassl. In Ghana eröffnet die erste und einzige Flugschule für Mädchen. Den jungen Frauen steht scheinbar der Himmel offen, und die Möglichkeit auf ein besseres Leben ist zum Greifen nahe. Voller Freude treten sie die Ausbildung beim Engländer Jonathan an. Schon bald zeigt sich, dass Jonathan mit ganz eigenen Vorstellungen arbeitet, gegen die die jungen Frauen nur mit viel Entschlossenheit und Eigensinn ankommen - eine überraschende Dokumentation mit beeindruckenden jungen Frauen.

„Don't call me son“

Um 20 Uhr steht der britische Film „Don't call me son“ von Anna Muylaert am Programm: Der 17-jährige Pierre lebt sich aus. Seine Mutter lässt ihm alle Freiheiten. Sein angenehmes Leben gerät aus den Fugen, als sich seine wahren, leiblichen Eltern melden und ihn zurückhaben wollen. Pierre wurde vor 17 Jahren von seiner „Mutter“ im Spital geklaut. Er weigert sich jedoch, die neuen Tatsachen zu akzeptieren. Anna Muylaert, Autorin und Regisseurin, hat eine reale Begebenheit in Brasilien aufgegriffen und beschreibt Empfindungen und Entwicklung der Hauptfigur, die eben nicht der „neue Sohn“ sein will.

„Sonita“

Am Donnerstag, 12. Oktober, ist um 18 Uhr der Film „Sonita“ zu sehen. Als kleines Mädchen floh Sonita mit ihrer Familie vor den Taliban von Afghanistan in den Iran. Hier lebt sie seither ohne Rechte, offizielle Schulbildung oder Papiere und verdient mit Kinderarbeit Geld, um die Familie zu unterstützen. Aber Sonita hat Talent und möchte Sängerin werden. Obwohl es im Iran verboten ist, als Solokünstlerin zu singen, sucht sie in Teheran nach einem Studio, um ihren Song über Kinderarbeit aufzunehmen.

„Maudie“ im Previe

Den filmischen Abschluss der FrauenFilmTage bildet schließlich um 20 Uhr der Film „Maudie“, zu sehen im Preview. Die gefühlvoll erzählte Lebensgeschichte der naiven Malerin Maud Lewis, die sich gegen ihren körperlichen Verfall auflehnt und das Glück in ihrer Kunst findet. Zugleich ein Film über eine merkwürdige, spröde Liebe, die in der kargen Landschaft an Kanadas Atlantikküste zum Erblühen kommt. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk-Art-Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.

Filmgespräche

Die aus Berlin stammende feministische Filmbloggerin Sophie Charlotte Rieger (filmlöwin.de) wird durch die drei Abende führen.


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