Verdi-Oper „Il Trovatore“ feiert Premiere im Musiktheater

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 06.01.2020 11:54 Uhr

LINZ. Giuseppe Verdis populäre Oper „Il Trovatore“ bringt das Landestheater Linz auf die große Musiktheaterbühne – Premiere wird am Samstag, 11. Jänner gefeiert.

Eine bizarr-wilde Geschichte aus dem Mittelalter mit Hass, Rachegelüsten, Bürgerkrieg, aber auch romantischer Liebe erzählt Verdi in „Il Trovatore“, manch einer mag den Inhalt als absurd bezeichnen. Eine Mutter, die ihr eigenes Kind in die Flammen wirft, im Glauben, es sei ein anderes; zwei Brüder, die seit frühester Kindheit getrennt sind und sich nicht nur unerkannt feindlich gegenüberstehen, sondern auch Rivalen um die Gunst derselben Frau sind; einer der beiden Brüder, der just in dem Moment, in dem er den anderen töten lässt, erfährt, dass selbiger sein lang vermisster Bruder ist ...

Musikalischer Genuss

Verdis intensive Musik mit anspruchsvollen Partien oder auch dem bekannten „Zigeunerchor“ schafft es, dass die Personen dieser Oper dennoch das Mitgefühl des Publikums erobern. „Von der musikalischen Sprache her ist es sicher die modernste Oper. Es ist eine sehr aufdringliche Geschichte, bei der sich die Charaktere eigentlich nicht entwickeln, dennoch entwickelt sich aus den Charakteren eine unglaubliche Geschichte“, erläutert Enrico Calesso. Der gebürtige Italiener und Generalmusikdirektor des Mainfranken Theater Würzburg wird bei der Verdi-Oper am Pult des Bruckner Orchesters stehen. Der Orchestergraben wird hochgehoben, die Musiker werden sichtbar sein. 

„Geschichte erschreckend modern“

Inszenieren wird die Oper Gregor Horres, Regisseur und Leiter des OÖ Opernstudios am Landestheater Linz. Erschreckend modern sei die Geschichte der Oper, so Horres. „Aus einer privaten Situation entwickelt sich eine Spirale der Gewalt, nur mehr Rache spielt eine Rolle, diese Dynamik ist nicht mehr zu bremsen - erschreckend und packend.“

Auch die Inszenierung und die Kostüme sind in der Produktion in der Gegenwart angesiedelt. 

Auf der Bühne wird eine hochkarätige Besetzung zu sehen sein, darunter Izabela Matula und Sonja Saric als Leonora, Katherine Lerner und Julia Faylenbogen als alte Zigeunerin Azucena, Sung-Kyu Park und James Lee als Manrico und Federico Longhi sowie Adam Kim als Graf Luna.

Bis 13. Mai zu sehen

Zu sehen ist „Il Trovatore“ in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln bis 13. Mai, Dauer: 2,45 Stunden. Alle Termine und Karten: www.landestheater-linz.at

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