"Advent am Dom": Linzer Advent wird durch neuen Markt bereichert
LINZ. Hochwertiges Kunsthandwerk, regionale Kulinarik, spirituelle Impulse: Ein etwas anderer Adventmarkt findet dieses Jahr erstmals am Linzer Domplatz statt. Der Dom ist dabei nicht nur wunderbare Kulisse, sondern rückt ins Zentrum des Marktes. Eröffnet wird am 27. November. Motto des Marktes, der von der Diözesanen Immobilien-Stiftung veranstaltet wird, ist der „stillere Advent“. Rund um den Dom und im Dom warten ganz besondere Tage für die ganze Familie.

Mit dem neuen Markt will man den Besuchern die Möglichkeit bieten, den Alltag hinter sich zu lassen, innezuhalten und die besondere Atmosphäre an einem der schönsten Plätze von Linz zu genießen. „Eine moderne Hüttenarchitektur, stilvolle Beleuchtung und der Verzicht auf Dauerbeschallung – all das soll dazu beitragen, unseren neuen Adventmarkt zu etwas Besonderem zu machen“, erläutert Maria Gräf-Hieslmayr, Projektverantwortliche der Diözesanen Immobilien-Stiftung, das Konzept von „Advent am Dom“.
„Der Advent ist mit sehen, hören, riechen und schmecken verbunden. Ich bin dankbar für die Initiative, die neue Akzente setzt und zum Innehalten einlädt. Ich hoffe, der Adventmarkt hilft, dass die Menschen auch zu sich kommen“, lädt auch Bischof Manfred Scheuer ein.
Die Idee, den Domplatz auch in der Vorweihnachtszeit zu beleben, gibt es schon lange, es wurde auch schon länger daran gearbeitet. „Wir möchten einen Ruhepol in wunderbarer Kulisse schaffen. Der Dom ist dabei nicht nur Kulisse, sondern zentraler Punkt“, so Gräf-Hieslmayr. So kann der Dom unter anderem bei spannenden Führungen erkundet werden.
Hoher Qualitätsanspruch: regional und karitativ
Wert wird vor allem auf die Qualität der Produkte gelegt. Von den Produkten bis zur Kulinari steht Regionalität an erster Stelle. Glaskunst, Keramik- und Holzhandwerk, textile Unikate, Schmuck und Strickwaren, hochwertige Produkte wie Honig, Schokolade, Essig/Öl, Naturkosmetik, vieles davon in Bio-Qualität – so da Angebot in den rund 30 Markthütten. Auch viele karitative Einrichtungen werden vertreten sein - sei es die Initiative Christlicher Orient oder die Caritas. Auch bieten ehemals obdachlose Männer vom Hartlauerhof in Asten kunstvolle Krippen und Holzschalen an. Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen, die bei invita in Engelhartszell Unterstützung finden, bereichern das Angebot mit Tonwaren. Aus verschiedenen Ausbildungsprojekten für Jugendliche mit Beeinträchtigungen werden unter anderem selbst produzierter Honig, kunstvoll gefertigte Feuerschalen sowie Rucksäcke und Taschen verkauft. Weiters wird das neue St. Pius-Bräu, ein Bier das in Kooperation mit der Privatbrauerei Max&Malz entstanden ist, zum Verkauf angeboten.
Aussteller wechseln
Für die Besucher lohnt es sich, auch öfter vorbeizuschauen, die Aussteller wechseln teils wöchentlich. Das ermöglicht es auch kleineren Ausstellern, mit dabei zu sein.
Kulinarische Schmankerl
Auch die kulinarischen Köstlichkeiten und Schmankerl werden ausschließlich von regionalen und lokalen Gastronomiepartnern angeboten und reichen von Punsch bis Pofesen, von Bratwürstel bis Maroni, von vegetarisch bis herzhaft, von orientalisch bis innviertlerisch. Verwöhnt werden die Besucher auch vom Speisewagen, dem Streetfood-Projekt der Caritas.
Etwas anderes Karussel, Engel-Foto-Shooting: Programm für die ganze Familie
Gleich am Eröffnungswochenende (27. und 28. November) bietet sich die Möglichkeit, beim gemeinsamen Adventkranzbinden mit Dompfarrer Maximilian Strasser kreativ in die Vorweihnachtszeit zu starten. Jeweils am Freitag (14 bis 17 Uhr) und an den Samstagen und Sonntagen (13 bis 17 Uhr) findet in Kooperation mit der Katholischen Jungschar ein Programm für Kinder im und rund um den Mariendom statt, mit Kreativstationen oder Ratselrallye. Natürlich kommt auch der Nikolaus, am 5. und 6. Dezember. An den vier Adventsonntagen können Familien und Kinder jeweils um 14.30 Uhr den Mariendom bei spannenden Kinderdom-Führungen mit allen Sinnen entdecken.
Ein Highlight für Kinder ist das Karussell der (Mariendom)Fundgegenstände. Ehemalige Schätze und vergessen geglaubte Alltagsgegenstände verwandeln sich durch behutsames Upcycling in ein drehendes Erlebnis, das rein durch Muskelkraft betrieben wird.
Beim Engel-Foto-Shooting der Jugendkirche Grüner Anker können sich die Besucher mit Engelsflügeln fotografieren lassen. Die Katholische Jugend lädt mit Lichtspuren im Dom ein, bei einer spannenden und kreativen Entdeckungsreise biblische und historische Lichtgestalten kennenzulernen.
Viel Musik
Für passende musikalische Klänge sorgt mehrmals das Ensemble „musica invita“, bei dem Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Caritas-Mitarbeitern musizieren. Unter der Leitung von Josef Habringer wird der Domchor zu hören sein, ein Ensemble der Dommusik, das Collegium Vocale Linz und das Ensemble Voices werden an den vier Samstagen von 17 bis 17.45 Uhr Konzerte geben. Zu Orgeltönen und besinnlichen Worten laden Domorganist Wolfgang Kreuzhuber und Dommusikassistent Gerhard Raab gemeinsam mit Sprecherin Angelika Stummer an drei Adventsonntagen jeweils von 17 bis 17.30 Uhr ein.
Außergewöhnlicher Adventkalender
Die besondere inhaltliche Ausrichtung des neuen Adventmarktes wird auch in Form eines außergewöhnlichen Adventkalenders sichtbar gemacht. Fünf Künstler mit Beeinträchtigung von der „Kunst St. Pius“ am Caritas-Standort Peuerbach haben unter dem Titel „Stille – Warten – Ankunft“ 24 Bilder gemalt. Diese wurden auf große, transparente Displays gedruckt. Dompfarrer Maximilian Strasser hat sich von den Bildern inspirieren lassen und sie mit Bibelzitaten versehen. Beginnend mit 1. Dezember wird täglich ein Kunstwerk auf einer Markthütte enthüllt und erleuchtet, sodass am 24. Dezember die Besucher der Weihnachtsgottesdienste durch das kunstvoll gestaltete Hüttendorf in den Mariendom gelangen.
Gestaltet wurden die Bilder von Sabine Groß, Melanie Zuntner, Christian Mitterlehner, Franz Stadler und Andreas Kimberger.
Erstmals: Krippe im Mariendom als virtuelles 3D-Erlebnis
Ein besonderes Erlebnis erwartet die Besucher in der Krypta des Mariendoms. Die 1913 fertiggestellte Krippe, ein Werk des Münchner Bildhauers und Künstlers Sebastian Osterrieder und mit acht Meter Länge und fünf Meter Tiefe eine der größten Krippenanlagen der Welt, wird erstmals virtuell erlebbar sein. Möglich wird das durch die heuer begonnene Restaurierung der Krippe. Die Besucher des Adventmarktes haben die Gelegenheit, den Restauratorinnen bei ihren behutsamen und sorgfältigen Arbeitsschritten über die Schultern zu schauen.
Die bereits restaurierten Figuren werden in Kooperation mit dem Ars Electronica Center Linz digitalisiert und die Weihnachtsgeschichte damit vor Ort in der Krypta des Mariendoms virtuell erlebbar gemacht. „Durch zeitgemäße Technologien haben unsere Besucher jetzt erstmals die Möglichkeit, auf eine ganz neue und außergewöhnliche Weise in die Weihnachtsgeschichte einzutauchen und den Figuren quasi auf Augenhöhe zu begegnen.“
„Nicht 'more of the same“
Begeistert vom neuen Adventmarkt zeigen sich Bürgermeister Klaus Luger und der für die Märkte zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier: „Der Markt ist nich 'more of the same', sondern vom Zugang her ein ganz anderer, so Luger. „In einer leistungsorientierten Stadt wie Linz hat es einen besonderen Stellenwert, das auch das Auseinandersetzen mit sich selbst ermöglicht wird. Ich danke, das trotz Corona der Mut nicht verloren gegangen ist und der neue Markt stattfindet.“
„Es ist eine richtige und gute Botschaft, dass der Markt kommt, weil er Hoffnung und Zuversicht geben kann - Advent am Dom ist eine gute Ergänzung zu den Märkten, die es bereits gibt“, so Baier.
Eröffnung am 27. November
Eröffnet wird „Advent am Dom“ am 27. November, geöffnet hat er bis 23. Dezember - täglich außer Montag von 11 bis 20 Uhr.
Das detaillierte und tagesaktuelle Programm ist auf www.adventamdom.at sowie auf Facebook unter www.facebook.com/adventamdom zu finden.


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