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LINZ. Mit dem Projekt „Job-Restart“ ebnet die Stadt Linz 120 Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Die Landeshauptstadt nimmt dafür rund eine halbe Million Euro in die Hand.

Bürgermeister Klaus Luger (Foto: (c) www.robertmaybach.com)
Bürgermeister Klaus Luger (Foto: (c) www.robertmaybach.com)

Der Arbeitsmarkt leidet in der Landeshauptstadt unter den Folgen der Corona-Krise. Die Arbeitslosenquote im Raum Linz erholt sich zwar, liegt aber immer noch über dem Niveau vor der Pandemie. Mit 9.000 arbeitslosen Menschen liegt die Zahl der Beschäftigungslosen noch um 22 Prozent über jener im Vergleichszeitraum des Jahres 2019, also vor Ausbruch der Pandemie. Derzeit liegt die Arbeitslosenrate im Arbeitsmarktbezirk Linz noch bei 7,4 Prozent, zwei Jahre zuvor waren es sechs Prozent. Wie viele Betriebe nach Auslaufen der derzeitigen Bundesförderungen langfristig in Liquiditätsschwierigkeiten bzw. Konkurse geraten, ist derzeit noch nicht absehbar.

Für Menschen, die schon längere Zeit ohne Beschäftigung sind, erweist sich eine Wiedereingliederung noch schwieriger als bisher. Mit dem 65 Millionen Euro schweren Maßnahmenpaket „Pakt für Linz“ versucht die Stadt Linz der Krise entgegenzuwirken und die Wirtschaft gezielt anzukurbeln. Zudem konzipierte die Stadt ein Projekt, das Langzeitlosen unter die Arme greifen wird. In Kooperation mit dem Land Oberösterreich und dem AMS wurde das Projekt „Restart“ zur Einstellung Langzeitarbeitsloser ausgearbeitet. Die Stadt wird mehr als eine halbe Million Euro für dieses Sozialprojekt einsetzen, um 120 Langzeitarbeitslosen eine neue Perspektive zu bieten.

120 Mitarbeiter für den Magistrat Linz

Abhängig von der Verfügbarkeit geeigneter Personen und Einsatzmöglichkeiten sollen etwa 120 Mitarbeiter im Magistrat beschäftigt werden. Auch an eine Zuweisung an Unternehmen der Unternehmens-gruppe Linz (UGL) ist gedacht. Beispiele für Einsatzmöglichkeiten sind Unterstützung in der Senioren- und Kinderbetreuung, bei der Parkpflege, im Einkaufsbüro der Stadt oder etwa in der Bezirksverwaltung. Bürgermeister Luger sieht darin eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Zum einen finden langzeitarbeitslose Personen Arbeit, zum anderen erhält die Stadtverwaltung und ihre Unternehmen Verstärkung für Leistungen für die Bürger erhalten. 

Die Anstellung erfolgt auf Basis von Praktikumsverträgen und einem einheitlichen Basishonorar in Höhe von 1.894,50 Euro pro Monat. In Einzelfällen kann bei höherer Qualifikation auch davon abgewichen werden. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam von AMS, Land Oberösterreich und Stadt Linz. Für die ersten beiden Monate trägt das AMS die Kosten zur Gänze. Für die restliche Beschäftigungsdauer von maximal einem Jahr tragen das AMS etwa 67 Prozent, Land Oberösterreich und Stadt Linz jeweils circa 16 Prozent der Lohnkosten. er Ausgabenanteil für die Stadt Linz wird rund 550.000 Euro betragen, verteilt auf die Jahre 2021 und 2022. Das Projekt beginnt rückwirkend mit 1. Mai 2021 und ist bis 31. Dezember 2022 befristet.

„Wir sind es besonders jenen Menschen schuldig zu helfen, die aus den verschiedensten Gründen ohnehin von der Gesellschaft benachteiligt sind und keine Stelle finden. Diese leiden unter Corona besonders. Vor allem für Menschen über dem 50. Lebensjahr ist es heute fast unmöglich geworden, Arbeit zu finden. Linz ist eine Lebensstadt, zu deren Standbeinen die Solidarität mit den Schwächsten der Gesellschaft gehört. Wir gehen dabei mit der Unterstützung voran“, sind sich Bürgermeister Klaus Luger und Personaldirektorin Brigitta Schmidsberger einig.

Projekt zur Reintegration von Langzeitarbeitslosen

Restart ist ein Projekt zur Reintegration von Langzeitarbeitslosen, das vom Arbeitsministerium, vom Land Oberösterreich und vom Arbeitsmarktservice konzipiert wurde. Das Ziel besteht darin, langzeitarbeitslose Personen in Gemeinden sowie Statutarstädten zu beschäftigen und so wieder in den Arbeitsmarkt zurückzuführen. Um die Bereitschaft der Arbeitgeber zu erhöhen, diese Personengruppe zu beschäftigen, wird der Arbeitseinstieg mitfinanziert. Personen, die länger als ein Jahr beim AMS arbeitssuchend gemeldet sind, sollen mit Praktikumsverträgen für ein Jahr befristet die Möglichkeit erhalten, wieder in den Arbeitsmarkt zurückfinden und relevante Skills erwerben.


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