Saisonstart: Tribüne Linz arbeitet in neuen Stücken Corona auf
LINZ. Die Tribüne Linz – Theater am Südbahnhofmarkt geht in die neue Saison. Drei Eigenproduktionen stehen bis Jahresende am Programm. Darin arbeiten die Theatermacher die fordernde Corona-Situation auf. Für die erste Premiere gibt's Freikarten zu gewinnen.

„Wir setzen in dieser Spielzeit auf die künstlerische Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart. Literarisches Ausgangsmaterial unseres gesamten Eigenprogramms 2021 ist dabei ein 240 Seiten langes Manuskript, das ich bereits ab dem ersten Corona-Sommer unter dem Eindruck der Pandemie geschrieben habe“, erzählt Tribüne-Leiterin Cornelia Metschitzer. Mit drei Eigenproduktionen nimmt die Tribüne eine literarische, musikalische, satirische, poetische, dramatische, feministische und philosophische Beleuchtung vor.
„I soit imma gern“
Den Beginn macht die musikalische Satire „I soit imma gern“, aus der Feder der beiden Tribüne-Leiter Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner. Philosophische Betrachtungen rund um Corona und Co, dargebracht und besungen von Rudi Müllehner erwartet das Publikum. „Alles radikal subjektiv und verstörend einfach auf den Punkt gebracht: Küssen wir uns gegenseitig wach und stehen wir wieder mehr zusammen!“, so die beiden. Premiere wird am Donnerstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr gefeiert.
Hörspiel mit Musik: „Wundalaund“
Weiter gehts mit der Release-Premiere der neuen Tribüne-CD „Wundalaund“, ein Hörspiel von Metschitzer mit Liedern von Müllehner alias Raul, am 3. November. Das umfangreiche Triple-Album ist es unter dem Motto „Die Seuche macht dich fertig und dann macht sie dich kreativ…“ entstanden.
„Caros Geschichte“
Am 15. Dezember feiert das Theaterstück „Caros Geschichte“, ebenfalls aus der Feder von Metschitzer, Premiere. Entworfen wird ein äußeres und vor allem inneres Stimmungsbild der Gesellschaft zu Corona mit all den Fragen, die sich dabei auftun. Um zumindest Klarheiten über sich selbst zu gewinnen, unternimmt Hauptfigur Caro in einer schlaflosen Mondnacht eine Reise in ihr Innerstes. Ihr Erkenntnisprozess tut weh, denn es ist schwer, Abschied zu nehmen – von ihrer Tochter samt Baby, die nach dem Lockdown wieder nach Wien zurückkehren, von ihrem besten Freund, der sich plötzlich nicht mehr meldet, von ihrem Theater, das jetzt leer steht. Ausgehend von den beiden Protagonistinnen Corona und Carol, der plötzlich zur Untätigkeit verdammten Theaterregisseurin, werden viele Gedanken und Geschichten von Frauen erzählt und musikalisch begleitet.
Wiederaufgenommen wird Müllehners Konzertprogramm „Da Regn is nu woam“, zudem warten zahlreiche Gastspiele bis Jahresende.
Die Corona-Auszeit hat das Tribüne-Team auch genutzt, um die Veranstaltungstechnik zu erneuern und eine Polstersesselbestuhlung einzubauen. Auch wird nun Print at Home angeboten.
Termine/Karten: www.tribuene-linz.at; Tips verlost 5x2 Freikarten für die Premiere am 28. Oktober.


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