Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Als Filmversion begeisterte die Inszenierung von „Alice im Wunderland“ der Sparte Junges Theater des Landestheaters bereits auf der Netzbühne, nun kommt der Klassiker endlich vor Live-Publikum auf die Bühne. Auch werden Märchenfans von „Zwei Tauben für Aschenputtel“ begeistert sein. Zudem gibt's auch jetzt wieder Kultur online zu erleben, auf der Landestheater-Netzbühne

  1 / 4   Aschenputtel mit Gips in der Linzer Version von „Zwei Tauben für Aschenputtel“ (Foto: Philip Brunnader)

„Zwei Tauben für Aschenputtel“ feierte österreichische Erstaufführung in den Kammerspielen Promenade. Der bekannte Märchenstoff wird in einer Fassung von Catharina Fillers und Stefanie Schnitzler (frei nach Grimm) gezeigt – „für mich ein Glücksfall einer Fassung, weil der klassische Märchenstoff meistens sehr dünn ist. Hier haben wir eine schöne Theaterversion, die dem Kern treu bleibt, aber nicht versagt, den Stoff ins Heute zu holen“, ist Nele Neitzke, Leiterin der Sparte Junges Theater und Regisseurin, begeistert.

Die Fassung macht aus dem braven Aschenputtel ein zeitgemäßes, freches Mädchen, das mutig und selbstbestimmt seinen Weg geht. „Es wird lustig, macht Freude zuzuschauen, es gibt hier aber auch keine flachen Schablonen“, erzählt Neitzke. Unterstützt wird Aschenputtel von einer Taube, ihr einziger Verbündeter. Das Bühnenbild wird von einem großen Baum dominiert, „symbolisch der Baum des Lebens, auch mit Verbindung zur Mutter im Himmel“, so Carla Nele Friedrich, die für Bühne und Kostüme verantwortlich zeichnet. Durch eine Drehscheibe teile sich die Bühne aber in drei Orte – das Grab der Mutter, das Haus und das Schloss. So sehr das Bühnenbild in schwarz-weiß gehalten ist, bringen die Charaktere auch mit ihren Kostümen Farbe und Kontrast in das Stück.

In Kooperation mit der Bruckneruni 

Aufgeführt wird „Zwei Tauben für Aschenputtel“ in Kooperation mit der Bruckneruni, in Aschenputtel Leonie Jacobs sieht Neitzke eine super Besetzung. Detail am Rande: zu Beginn der Proben hatte diese ein gebrochenes Bein, wollte aber trotzdem unbedingt mitproben. Das Ergebnis hat der Regisseurin so sehr gefallen, dass dies nun in das Stück eingebaut wurde, auch wenn der Gips mittlerweile weg ist. „Das bleibt so, weil das innerliche Leid von Aschenputtel damit nach außen getragen wird.“ In der Geschichte zaubere also die Taube nicht nur ein Ballkleid, sondern für den Ball auch den Gips weg.

Musikalische wird Nebojska Krulanovic – übrigens die zweite Taube im Stück - ein wunderbares E-Keyboard mit auf die Bühne bringen, die auch musikalisch talentierten Bruckneruni-Studierenden haben ihn bei der Entwicklung der Musik unterstützt und werden auch auf der Bühne das ein oder andere Instrument zum Klingen bringen.

Alice im Wunderland

Ebenfalls gemeinsam mit der Bruckneruni und mit der Musik von Nebojska Krulanovic wird der Klassiker „Alice im Wunderland“ in den Kammerspielen gespielt, Premiere ist am Donnerstag, 18. November. Letzte Spielzeit kam das Stück nach Lewis Carroll nie zur Aufführung, allerdings gab es eine Filmversion für die Landestheater-Netzbühne.

Mit Hilfe von Videos werden die Zuschauer in eine poetische Welt entführt, eine schöne und farbenprächtige Inszenierung des Klassikers wartet auf die jungen Besucher. „Es entwickeln sich dreidimensionale Räume, so schaffen wir es, Orte zu zeigen, die so auf der Bühne gar nicht gebaut werden könnten“, erzählt Regisseurin Neitzke.

Alle Infos, Termine und Karten: www.landestheater-linz.at

Netzbühne

Auf der Landestheater-Netzbühne gibt es weiterhin „Alice im Wunderland“ zu sehen, daneben werden „Faust Short Cuts“, das preisgekrönte Musical „The Wave“, „Der Zerbrochene Krug“ sowie „Jenny Hübner greift ein“ angeboten. Alle Infos: www.landestheater-linz.at/netzbuehne


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neue Shakespeare-Inszenierung in Linz: In Romeo und Julia fließen echte Liebesbriefe ein

Neue Shakespeare-Inszenierung in Linz: In "Romeo und Julia" fließen echte Liebesbriefe ein

LINZ. Mit William Shakespeares „Romeo und Julia“ kommt eine der schönsten und zugleich tragischsten Liebesgeschichten ins Schauspielhaus. ...

Tips - total regionalNora Heindl
Clubsandwich Vol. fünf: Tanz, Clubkultur und Community Building in Linz 

Clubsandwich Vol. fünf: Tanz, Clubkultur und Community Building in Linz 

LINZ. Tanz, Clubkultur und Community Building stehen von Freitag, 16. Oktober, bis Sonntag, 18. Oktober, bei Clubsandwich Vol. 5 im Mittelpunkt. ...

Tips - total regionalNora Heindl
Martinsfest mit Laternenumzug in Linz

Martinsfest mit Laternenumzug in Linz

LINZ. Der OÖ Familienbund und die OÖ Landes-Kultur GmbH laden am Sonntag, 8. November, zum traditionellen Martinsfest beim Linzer Schloss ein. ...

Tips - total regionalNora Heindl
Wie Diktatoren an die Macht kommen: mit Humor und Figuren im Theater Phönix

Wie Diktatoren an die Macht kommen: mit Humor und Figuren im Theater Phönix

LINZ. Wie kommen Diktatoren an die Macht? Das Objekt- und Figurentheaterstück „Der kleine Diktator“ von Die Kurbel geht dieser Frage mit ...

Tips - total regionalNora Heindl
OK Linz gibt Einblicke in Elisa Andessners Schaffen

OK Linz gibt Einblicke in Elisa Andessners Schaffen

LINZ. Das OK Linz widmet der Linzer Performance- und Medienkünstlerin Elisa Andessner die Ausstellung „Body Counts. Körperzählungen“. ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Der Menschenfeind ist zurück in Linz

"Der Menschenfeind" ist zurück in Linz

LINZ. Molières Lustspiel „Der Menschenfeind“ ist zurück in den Kammerspielen. Statt in elitären Salons und höfischer Gesellschaft spielt ...

Tips - total regionalNora Heindl
Weitere Beiträge