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LINZ. Vor über 30 Jahren wurde das Theater Phönix mit der „Rozznjogd“ eröffnet, zwischen 31. Dezember und 8. Jänner kehrt Peter Turrinis szenische Lesung zurück auf den Spielplan. Damals wie heute in den Rollen „Er“ und „Sie“: Ferry Öllinger und Ingrid Höller.

Ferry Öllinger und Ingrid Höller gehen wieder auf „Rozznjogd“. (Foto: Helmut Walter)
Ferry Öllinger und Ingrid Höller gehen wieder auf „Rozznjogd“. (Foto: Helmut Walter)

Eine Müllhalde am Stadtrand. ER und SIE. Es ist Nacht. Sie kennen sich aus dem Betrieb. Flüchtige Arbeitskollegen, die sich jenseits der Kantine erotisch ein bisschen beschnuppern wollen. Vor dem Schmusen will ER ihr imponieren. Eine Ratte, die im Mist herumspringt, knallt er vor ihren Augen ab. Hier, mitten im Dreck der zivilisierten Welt, spürt ER die Freiheit. Das Wichtigste in seinem Leben ist sein Auto, das hat ER selber auseinandergenommen und wieder zusammengebastelt. Menschen gegenüber ist ER misstrauischer, die kann ER nicht zerlegen. SIE ist irritiert. Ein bisschen anders hat SIE sich das Rendezvous schon vorgestellt. Immerhin hat SIE sich herausgeputzt. Doch ER will mehr als fummeln und vögeln. ER fordert die totale Demaskierung, damit ER ihr so nahe kommt wie seinem Auto. Damit ER das, was unter ihrer Karosserie ist, in die Hand nehmen kann. SIE spielt mit. Aber nur, wenn ER seine dekorativen Ersatzteile auch entsorgt. Weg mit dem Toupet! Ein Striptease der besonderen Art steigert sich im ekstatischen Spiel zum körperlichen Entsorgungsrausch. Und dann? Liebe? Ein Schuss fällt …

Karten für alle Spieltermine gibt's hier

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