Lesung im Brucknerhaus: Mit Julia Stemberger auf „Die Propellerinsel“
LINZ. Eine Premiere für Julia Stemberger dürfen die Besucher des Brucknerhauses am Samstag, 23. April, miterleben. Die Schauspielerin liest aus dem Buch „Die Propellerinsel“ von Jules Verne. „Ich freue mich schon sehr“, zeigt sich Stemberger aufgeregt.

„Ich kannte es gar nicht und ich freue mich, weil ich Jules Verne auf der Bühne noch nie gelesen habe. Ich bin neugierig, weil das ist ein langes Projekt, wie sehr die Leute mitgehen werden“, sagt Julia Stemberger über die Lesung am 23. April im Brucknerhaus Linz.
Roman von Jules Verne
„Die Propellerinsel“ ist ein Roman aus dem Jahr 1895. Stemberger über die Handlung: „Ein Musikerquartett – und deswegen ist es schön, dass ich mit einem Quartett auftrete – findet sich auf einer schwimmenden Insel. Das ist eine Stahlkonstruktion und die Hauptstadt heißt Milliard-City. Der Name gibt schon einmal vor, dass es auch um Geld geht. Zwei Clans kämpfen um die Macht. Das Buch behandelt vieles, was zu der Zeit virulent war, aber auch zeitlose Themen. Also es ist sicher eine unterhaltsame, aber auch eine kritische Erzählung, denke ich.“
Viel unterwegs
Durch die Schauspielerei ist Julia Stemberger selbst schon viel gereist: „Ich bin dank meiner Arbeit an Orte gekommen, wo ich vielleicht gar nicht geplant hätte, dort hinzureisen. Ich war in einer Provinz in China, wo damals gar keine Touristen erlaubt waren. Wir waren mit einer Sondergenehmigung dort. Ich habe dort gesehen, was es heißt, einen oder zwei Reissäcke vor der Tür liegen zu haben. Dann begreifst du ganz schnell ganz viel. Weil zwei Reissäcke ist eine andere Situation für eine Familie als ein Reissack. Wenn wir uns ehrlich sind, wenn es darum geht, ob du einen oder zwei Reissäcke vor der Türe hast, dann sind das alles Luxusdinge, mit denen wir uns beschäftigen.“
Sympathische Stadt
Dass Julia Stemberger wieder in das Brucknerhaus Linz kommt, freut sie sehr: „Das ist ein wunderbarer Platz. Ich liebe es auch da an der Donau, ich finde das irrsinnig schön und Linz ist überhaupt, wie ich finde, eine sehr sympathische Stadt.“


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