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"Für ein Leben in Frieden und Sicherheit": Theaterleiter verurteilen Ukraine-Krieg

Online Redaktion, 08.03.2022 11:12

Ö/LINZ. Die Direktorenkonferenz des österreichischen Theatererhalterverbandes und der Intendantengruppe der Bundesländer- und Städtetheater, darunter der Intendant des Landestheaters Linz Hermann Schneider, verurteilen den Einmarsch Russlands in die Ukraine scharf.

Musiktheater Linz (Foto: Volker Weihbold)
Musiktheater Linz (Foto: Volker Weihbold)

„Der Krieg ist ein abnormer Zustand und die größten Erfolge, die er auch bringen mag, wiegen die Übel nicht auf, welche er verursacht.“ Mit diesem Zitat von Alexander II., Zar von Russland, eröffnen sie ihr Statement.

„Zäsur in Europa“

„Der 24. Februar 2022 markiert mit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine eine Zäsur in einem Europa, von dem wir dachten, dass die Werte von Demokratie und Freiheit selbstverständlich geworden sind und Gewalt und Übergriffe auf Nachbarstaaten ausgeschlossen sind. Als Europäer durften wir allen Grund zur Hoffnung haben, nie mehr die alltägliche Erfahrung eines Krieges zu machen, die damit verbundene Not, das Leid kennenzulernen. Mit einem Schlag und über Nacht sieht dies nun anders aus. Auf einmal erfahren wir, was es bedeutet, wenn Krieg in unserer Mitte Einzug hält. Ohnmacht und Sprachlosigkeit beherrschen uns. Aber dieser Krieg ist nicht nur eine Katastrophe für die Ukraine und ihre Bürger, sondern auch für Europa und die ganze Welt. Und explizit auch für die russische Zivilgesellschaft. In Gedanken sind wir bei den Menschen in der Ukraine, die nichts so sehr wollen wie wir auch: ein Leben in Frieden und Sicherheit.“

Der von Russland begonnene Krieg diene offensichtlich nicht nur russischen Machtbestrebungen, sondern ziele erkennbar auch ganz grundsätzlich auf die Idee einer offenen und freien Gesellschaft in der Ukraine, auf die Möglichkeiten für Kunst und Kultur, sich überall auf der Welt frei zu entfalten und auf den Wunsch vieler, in Vielfalt und Frieden miteinander leben zu können, heißt es weiter.

„Verurteilen den Krieg“

„Die Direktorenkonferenz des österreichischen Theatererhalterverbandes (TEV) und die Intendantengruppe der Bundesländer- und Städtetheater verurteilen den Krieg und stehen solidarisch zu all jenen, die weiter fest an diese Möglichkeiten eines vielfältigen und friedlichen Miteinanders und an die Kraft der Kultur glauben und jetzt dafür streiten müssen.“


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