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LINZ. Von 5. bis 16. April lädt die Kunstuniversität Linz wieder zu den „DesignDays“, die 2019 erstmals veranstaltet wurden, aber 2020 und 2021 wegen Corona nur online umgesetzt werden konnten. Zu sehen sind Designprojekte aus dem Bereichen Sport, Mobilität, Materialexperimente, Interior Design, bis hin zu Medizintechnik und soziale Produkte. Außerdem wird ein direkter Einblick in die Welt des Industrial Design Studiums geboten.

Foto: Bernhard Hierner
Foto: Bernhard Hierner

Für eine moderne Industrie, die am Markt Erfolg haben will, ist ein ansprechendes Design ihrer entwickelten Produkte unerlässlich. Man muss nicht in die Sphären eines allgegenwärtigen Smartphone-Entwicklers sein, um zu wissen: Produkte sind umso erfolgreicher, je einfacher und bedienerfreundlicher ihre Benutzung ist. Der Bedarf an Fachkräften zum Thema Industrial Design ist groß, das internationale Ausbildungsangebot ebenso. Der Zugang der Studienrichtung Industrial Design an der Kunstuniversität Linz ist ein besonderer – er versucht künstlerische Gestaltung und Ideenreichtum in das weite Feld des Industrial Design zu bringen, sodass die Nutzbarkeit für den Menschen verbessert wird. Es geht um menschenzentriertes Design.

Zeichnungen, Visualisierungen, physische Modelle

Produkte und Konzepte werden in Form von Zeichnungen, Visualisierungen bis hin zu physischen Modellen ausgestellt und virtuell mit VR-Brillen präsentiert. Die Ausstellung selbst wurde von Industrial Design Studierenden unter der Leitung von Marek Gut (MarchGut) gestaltet und umgesetzt.

Zu sehen sind etwa 50 Projekte, zum Beispiel Konzepte für die Regionalbahnen der ÖBB (ÖBB Infrastruktur AG), Produkte für die Herstellung und Nutzung im Globalen Süden für Plasticpreneur, Design Thinking Möbel in Kooperation mit der Nova Zone der Grand Garage (Tabakfabrik), ein Golftrolley in Kooperation mit dem Institut für Polymer Product Engineering der Johannes-Kepler-Universität, Zapfwellengeneratoren für die Firma Schneeberger, Drahtmöbel für die Marke MyWire der MKW Oberflächen und Draht GmbH und viele weitere Innovationen und Produkte.

„Design Days“: Begegnung zwischen Wirtschaft und Kunst

Die „DesignDays“ sind auch eine Begegnungszone zwischen der Wirtschaft und der Kunstuniversität Linz, im Speziellen mit den kreativen Talenten der Studienrichtung Industrial Design. So sind alle Studierenden durch eine Sammlung an personifizierten Postkarten in der Ausstellung vertreten und freuen sich auf regen Austausch.

Höhepunkt der „DesignDays“ ist ein Fachvortrag: Am 06. April 2022 startet um 18 Uhr ein Vortrag des Designers und Designtheoretiker Harald Gründl von EOOS Design in Wien, mit dem Titel: „Industrial Design for Good“. Er spricht über Projekte die für Menschen mit geringen Einkommen im Globalen Süden konzipiert und unter anderem von der Bill und Melinda Gates Stiftung unterstützt wurden. Ein wichtiges Thema für modernes Design: die Frage sozial und ökologisch nachhaltiger Gestaltung.


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