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LINZ. Der bekannte und oftmals auch umstrittene Aktionskünstler Hermann Nitsch ist Montagabend im Alter von 83 Jahren verstorben. Im Gedenken an den Künstler präsentiert das Linzer Kunstmuseum Lentos eines seiner Hauptwerke aus dem „Auferstehungs-Zyklus“.

Hermann Nitsch, Auferstehungs-Zyklus, 2000 (Foto: Sammlung Lentos Kunstmuseum Linz)
Hermann Nitsch, Auferstehungs-Zyklus, 2000 (Foto: Sammlung Lentos Kunstmuseum Linz)

Nitsch entwickelte schon früh eine eigenständige Kunstpraxis, das Orgien Mysterien Theater, bei dem er Text, Musik, Malerei und Performance gesamthaft verknüpfte. Ein Höhepunkt war sein 1998 auf Schloss Prinzendorf umgesetztes 6‑Tage-Spiel. Das Schloss war von ihm 1971 angekauft und restauriert worden und wurde zum wichtigsten Wohn-, Präsentations- und Schaffensort des Künstlers, im Schlossgarten soll Nitsch seinem Wunsch gemäß auch beigesetzt werden.  

„Nitsch war einer der einflussreichsten österreichischen Künstler unserer Zeit. In der Neuen Galerie der Stadt Linz – der Vorgängerinstitution des Lentos Kunstmuseum – zeigte der mit Nitsch befreundete Direktor Peter Baum 1997 eine große Retrospektive über den vielseitigen Künstler. Das Lentos ist im Besitz von rund 40 Werken des Universalkünstlers, darunter Aktionsrelikte, Fotos, Grafiken, große Gemälde und Installationen. Nitsch hat sich als Mitbegründer des Wiener Aktionismus in die Kunstgeschichte eingeschrieben. Sein Werk ist weit über die nationalen Grenzen hinaus bekannt“, zeigt sich Lentos-Direktorin Hemma Schmutz vom Ableben des Künstlers betroffen.

Lentos zeigt monumentales Gemälde

Im Gedenken an Hermann Nitsch wird in der Sammlungs-Ausstellung des Lentos ein monumentales Gemälde aus dem Jahr 2000 aus dem „Auferstehungs-Zyklus“ zu sehen sein. Nitsch widmet sich hier ganz gezielt den üppigen Farben der Natur und ließ sich insbesondere von Blumen wie Gladiolen oder Rosen anregen.


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