Tage der Alten Musik mit Gastvorträgen und Konzerte
LINZ. „200 Jahre Musik in der Thomaskirche“ lautet das Motto der Internationalen Tage der Alten Musik, die von 21 bis 24. Jänner an der Anton Bruckner stattfinden. Fürs Publikum stehen zwei Konzerte sowie Gastvorträge bei freiem Eintritt am Programm.
Seit mehr als 25 Jahren veranstaltet das Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis die Internationalen Tage der Alten Musik (ITAM). In diesem Jahr widmen sie sich unter dem Motto „200 Jahre Musik in der Thomaskirche“ Werken bekannter Thomaskantoren – von Johann Hermann Schein über Johann Sebastian Bach bis Eberhard Müller –, die das Musikleben in Leipzig vom 17. bis ins 19. Jahrhundert prägten.
Gastvorträge und Konzerte
Den Auftakt macht Michael Maul, Musikwissenschaftler und Intendant des Bachfestes Leipzig, mit zwei Gastvorträgen. Im Sonic Lab eröffnet er um 15 Uhr mit dem Thema „Ein Musiker, wie ihn Leipzig vermutlich nicht wieder sehen wird - Die Thomaskantoren von Calvisius bis Doles“. Im Rahmen des Forschungsforums geht's um 17 Uhr dann um „Die Weimarer Orgeltabulatur – Ein Krimi um Bachs älteste erhaltene Notenhandschrift“.
Im Anschluss präsentieren sich um 19 Uhr die Dozenten im Reinhart-von-Gutzeit-Saal unter dem Titel „Wir stellen vor“ mit Werken von J. S. Bach, G. Ph. Telemann, L. v. Beethoven und A. E. Müller selbst auf der Bühne.
Am 24. Jänner folgt um 17 Uhr zum Abschluss von ITAM 2026 ein weiteres Konzerthighlight, bei dem die Kursteilnehmer die Werke, die sie während der Kurse gemeinsam erarbeitet haben, dem Publikum präsentieren werden.
Mehr zur Schwerpunktsetzung
„Das Amt des Thomaskantors spielt in Leipzig seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle im musikalischen und geistlichen Leben der Stadt“, erläutert Institutsdirektorin Elisabeth Wiesbauer die diesjährige Schwerpunktsetzung. „Thomaskantoren waren nicht nur für die Musikpflege an der Thomaskirche verantwortlich, sondern auch für die Ausbildung der Thomaner und die Leitung des Knabenchores. Ihre Aufgaben umfassten Komposition, Probenleitung, Unterricht in Musik und Latein sowie die Organisation der Kirchenmusik in den Hauptkirchen Leipzigs. Kantoren wie Johann Hermann Schein, Johann Kuhnau und vor allem Johann Sebastian Bach prägten die protestantische Kirchenmusik nachhaltig und beeinflussten die Entwicklung der Musik in ganz Europa. Auch nach Bachs Tod blieb das Amt einer der angesehensten musikalischen Posten Deutschlands“, so Wiesbauer.
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