Shakespeare Klassiker in die Pubertät versetzt
LINZ. Das theater.wozek ist am Dienstag, 10. Februar, mit seiner Produktion „Hamlet X=Y“ zu Gast in der Tribüne.
Ophelia ist neu in der Stadt, neu in der Schule – und sofort fällt ihr Hamlet auf: ein merkwürdig verschlossener Typ, der düsteren Gedanken nachhängt und nur zu gern mit geschwollenen Formulierungen provoziert. Trotz allem ist sie fasziniert von ihm und seinen Überlegungen über das Gefühl des Verlorenseins angesichts all der Möglichkeiten, die das Leben bietet, sowie vom zehrenden Zweifel an der eigenen Existenz. Die beiden verlieben sich ineinander, hüten ihre Beziehung jedoch wie ein Geheimnis. Als überraschend Hamlets Vater stirbt, ist Hamlet von einem Tag auf den anderen verändert: finsterer, fatalistischer. Denn in ihm keimt ein fürchterlicher Verdacht: Was, wenn seine Mutter und sein Onkel mit dem Tod des Vaters zu tun haben, um daraus eigenen Vorteil zu ziehen?
Autor Holger Schober spielt mit Figuren und Motiven aus Shakespeares Klassiker über die Suche nach dem Sinn des Lebens und überträgt sie unmittelbar in die Zeit des vielleicht größten Umbruchs aller Gewissheiten: die Pubertät. Sein oder Nichtsein, aber auch Zusammensein oder Nichtzusammensein – das sind die Fragen, aus denen dieser Schleudergang durch Gefühls- und Gedankenwelten entsteht.
Regie führt Karl Wozek.
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